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Zwischen Mittelerde und Tintenwelt

Zur Struktur Fantastischer Welten in der Fantasy

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Judith Mohr

Die Untersuchung befasst sich mit der Struktur Fantastischer Welten und fragt, welchen Einflüssen sich die jeweiligen Weltgestaltungen verdanken. Im Einzelnen werden Raum, Zeit und Figurenzeichnung behandelt. Zur Sprache kommen zudem die Auswirkungen des seriellen Schreibens wie des Genremixes. Untersucht wird dies an Werken der neueren Fantasy vornehmlich aus dem Bereich der Jugendliteratur und der All-Age-Literatur. Es geht beispielsweise um Joanne K. Rowlings Harry Potter-Romane, Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie, Jasper Ffordes Thursday Next-Serie und Stephenie Meyers Bis(s)-Tetralogie. Trotz der großen Variationsbreite zeigen sich in Werken wie diesen doch einzelne strukturelle Konstanten, die mit Hilfe der Schematheorie herausgearbeitet und erklärt werden.

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1. Einleitung

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„Was glaubst du, aus wie vielen Welten die Verbundenen Welten bestehen?“ „Zwölf“, sagte Christopher. […] „Sehr gut!“, lobte ihn Flavian. „Obwohl es, genau genommen, mehr als zwölf sind, denn jede Welt ist in Wirklichkeit eine Vielzahl von Welten, die wir eine Serie nennen. […] Alle Welten waren wahrscheinlich an- fangs eine Welt. Aber irgenwann einmal, weit zurück in der Vorgeschichte, geschah etwas, das zwei einander widersprechende Ergebnisse hätte haben können. Nehmen wir an, ein Kontinent bricht auseinander. Oder aber er bricht nicht auseinander. Bei- des kann nicht zur gleichen Zeit in ein und derselben Welt wahr sein. So wurden aus einer Welt zwei, die getrennt nebeneinander bestanden, eine mit nur einem Konti- nent, die andere mit zwei. Und so ging es immer weiter, bis es schließlich zwölf Welten waren. […] Nehmen wir Serie sieben, das ist eine gebirgige Serie. In grauer Vorzeit muss sich die Erde dort viel häufiger aufgefaltete haben als hier in unserer Welt. Oder Serie fünf, wo das Festland aufbrach und Inseln bildete, manche größer als Frankreich. Diese sind in jeder Welt der Serie gleich, doch der Gang der Ge- schichte ist in jeder Welt anders. Die Geschichte ist für Unterschiede verantwortlich. Das einfachste Beispiel ist unsere eigene Serie, Zwölf. Unsere Welt, die wir Welt A nennen, ist von Magie geprägt – was für die meisten Welten das Normale ist. Aber die nächste Welt, Welt B, spaltete sich im vierzehnten Jahrhundert ab und schlug ei- ne...

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