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Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

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Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

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Marietta Calderón: Inwieweit ist ‚florentinisch‘ kaum ‚italienisch‘, ,englisch‘ aber teildeckungsgleich mit ,deutsch‘? – „Ethnonymische“Bezeichnungen von Sexualpraktiken

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Marietta Calderón Inwieweit ist ‚florentinisch‘ kaum ‚italienisch‘, ,englisch‘ aber teildeckungsgleich mit ,deutsch‘? – „Ethnonymische“ Bezeichnungen von Sexualpraktiken 1. Einleitung In diesem Beitrag werden semantische Aspekte (nämlich hauptsächlich der Merkmalsemantik und hinsichtlich semantischer Beziehungen) „ethnonymischer“ Bezeichnungen von Sexualpraktiken behandelt, wobei ich hiefür Sexualpraktiken sehr weit als Handlungen definiere, die sub- jektiv auf das primäre Erzielen sexueller Lust abzielen. Diese Definition muss so weit sein, um möglichst viele ursprünglich ethnonymische Be- zeichnungen zu umfassen – sie schließt aber etwa Körpergestaltungs- handlungen bzw. deren Ergebnisse, die vielleicht sekundär zum sexuellen Lustgewinn dienen, wie etwa Brazilian waxing bzw. Hollywood style oder französische Schamhaare (im Deutschen ein Synonym für Landing Strip – vgl. [Brust]) aus, ebenso andere Handlungen (bzw. deren Ergebnisse) wie Tanzen oder Kochen/Essen, die ebenfalls sekundär mit sexueller Lust in Verbindung gebracht werden können.1 Ethnonymisch 1 Bezogen auf Tänze sei hier als Beispiel etwa argentinischer Tango (im Gegensatz zu Tango als Standardtanz oder aber auch – hier rahmenthematisch und intertextuell besonders erwähnenswert – zu Queer Tango) oder – hier intertextuell besonders erwähnenswert – hinsichtlich Salsa sp. estilo cubano ≈ engl. Cuban style ≈ dt. klassisch-kubanischer Stil oder sp. salsa caleña ≈ estilo de Cali ≈ engl. (und dt.) Cali style genannt, bei den kulinarischen Beispielen denke ich etwa an Sauce hollandaise oder Zubereitungsarten wie à la bordelaise oder – allerdings nicht ethnonymisch sondern als indirekte, nämlich durch die Herkunftssprache des Fremdworts mögliche Referenz auf die – italienische – Herkunft der Zubereitungsart alla puttanesca. In diesem Artikel werden auch...

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