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Visualisierungen des Umbruchs

Strategien und Semantiken von Bildern zum Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa

Edited By Ana Karaminova and Martin Jung

Welche Schwierigkeiten und Möglichkeiten der visuellen Darstellung verbinden sich mit dem Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa? Welche Bilder aus der Umbruchzeit wurden wann und wie zu Ikonen? Wie werden Bilder aus der Umbruchzeit mit künstlerischen Bearbeitungen danach verknüpft? Ausgehend von diesen Leitfragen behandeln die Beiträge dieses Bandes verschiedene Länder und untersuchen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven verschiedenartige Medien(formate), die von Filmen, Musikclips und Presse-Bildern bis zu Kunstwerken und musealen Darstellungen reichen. Damit zeigen die Beiträge die vielfältigen Anknüpfungspunkte des Themas auf und machen den Facettenreichtum der Frage nach «Visualisierungen des Umbruchs» deutlich.

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Einführung

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Mehr als zwei Jahrzehnte sind seit dem politischen Umbruch im Jahre 1989 und dem Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa vergangen. An- lässlich des Jubiläums im Jahr 2009 wurden die jeweiligen nationalen wie auch die internationale Öffentlichkeit auf unterschiedliche Art und Weise mit den Er- eignissen von 1989 durch eine wahre Flut an Bildern aus der Umbruchzeit kon- frontiert, wie beispielsweise zum Fall der Berliner Mauer. Diese Reaktivierungen der geschichtlichen Ereignisse über visuelle Darstellungen kennzeichnet zum ei- nen, dass sie von bildschaffenden und bildvermittelnden Instanzen bestimmt werden; zum anderen, dass sich in der Zeit nach 1989 schnell Ikonen herausge- bildet haben. Visuelle Darstellungen des Umbruchs von 1989 sind damit zu- gleich Ausdrucksform, historische Quelle und kunsthistorisches Objekt. Die Probleme, Schwierigkeiten und Möglichkeiten visueller Darstellungsfor- men, die sich mit dem Ende der kommunistischen Herrschaft verbinden, standen im Zentrum des Workshops „Visualisierungen des Umbruchs“, der am 2. und 3. Juni 2010 in Berlin stattfand. Ausgangsfragen des Workshops bezogen sich bei- spielsweise darauf, wann und auf welchen Wegen Bilder aus der Umbruchzeit zu Ikonen wurden; in welchen nationalen wie internationalen ikonographischen Traditionen die Bilder zum beziehungsweise vom Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa stehen; oder wie Bilder aus der Umbruchzeit mit künstlerischen Bearbeitungen aus der Zeit danach verknüpft werden. Welche vielfältigen Anknüpfungspunkte und verschiedenartige Zugänge die Frage nach „Visualisierungen des Umbruchs“ eröffnet, zeigen die Beiträge des vorliegenden Bandes. Diese Vielfalt ergibt sich zum einen daraus, dass sich die Umbrüche in...

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