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Das Klavierschaffen César Francks:

Besonderheiten der Semantik der Musiksprache und ihre Bedeutung bei der Gestaltung der sinnbildlich-emotionalen Sphäre der Werke

Roman Salyutov

Diese Arbeit erweitert die Vorstellung vom besonderen kompositorischen Denken César Francks und fördert eine Annäherung an den Inhalt seiner Musik. Durch eine semantische Analyse seiner Klavierwerke wird zum ersten Mal eine Reihe von sinntragenden Elementen herausgearbeitet, darunter nebst den einzigartigen Figuren Francks meist musikalisch-rhetorische Figuren des Barock. So lässt sich die reiche sinnbildlich-emotionale Welt des Komponisten erschließen. Zugleich wird die Verbindung eines seiner größten Werke – des Zyklus «Präludium, Choral und Fuge» – mit der Heiligen Schrift, und zwar mit dem Leben und Leiden Jesu Christi erhellt. Das Buch enthält zahlreiche kommentierte Notenbeispiele und sei Musikwissenschaftlern ebenso empfohlen wie Komponisten und Interpreten.

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6 Tendenz der Entwicklung der sinnbildlich-emotionalen Sphäre im Klavierschaffen von César Franck

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6.1 Systematisierung der erkannten Elemente Wie die ausgeführte Analyse der Klavierwerke Francks ergibt, ist in diesen Komposi- tionen eine Vielzahl unterschiedlicher sinntragender Elemente erkannt, deren Vielfalt je nach Werk variiert. Wie dabei festgestellt, beeinflusst der ganze Komplex dieser Elemente die sinnbildlich-emotionale Sphäre dieser Werke auf eine einzigartige Weise. Daher ist es sinnvoll, alle in den analysierten Werken Francks erkannten sinntragen- den Elemente zusammenzufassen, um eine allgemeine Tendenz der Entwicklung der sinnbildlich-emotionalen Sphäre in seinem Klavierschaffen herauszustellen. Dafür dient die folgende tabellarische Vorsystematisierung aller erkannten Elemente: 1) Alle sinntragenden Elemente werden unter Berücksichtigung ihrer Vielfalt in drei Gruppen gegliedert: – Musikalisch-rhetorische Figuren der Barock-Epoche – Sinntragende Elemente, die in Francks Musiksprache gestaltet sind – Sonstige besondere sinntragende Elemente, deren charakteristische Merkmale mit ....analogen, im Schaffen anderer Komponisten zuvor bereits vorhandenen Elementen ....verglichen worden sind. 2) Dabei wird jedes Element kurz charakterisiert, und es wird auf seine genaue Beschreibung im Laufe der vorherigen Analyse verwiesen (Abschnitt / Seite). 3) Alle analysierten Werke Francks, in denen irgendwelche sinntragenden Elemente erkannt worden sind, werden in der Tabelle nach Entstehungsjahr geordnet. 4) Alle in jedem analysierten Stück vorhandenen sinntragenden Elemente werden in den entsprechenden Zellen der Tabelle mit „●“ gekennzeichnet. 5) Mit „◘“ werden in der Tabelle die Urformen verschiedener sinntragender Elemente besonders gekennzeichnet, die in einigen frühen Werken Francks erkannt sind und aus denen schließlich in seinem weiteren Schaffen diese Elemente mit dem vollständigen Komplex ihrer Merkmale entstehen. Die tabellarische Zusammenfassung aller erkannten sinntragenden Elemente sieht wie folgt aus: 234...

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