Show Less

Jugendliche und glücksspielbezogene Probleme

Risikobedingungen, Entwicklungsmodelle und Implikationen für präventive Handlungsstrategien

Series:

Tobias Hayer

Kommerzielle Glücksspielangebote und selbstorganisierte Spiele um Geld stellen einen integralen Bestandteil der Lebenswirklichkeit vieler Jugendlicher dar. Zugleich gilt diese Altersgruppe als besonders gefährdet für die Entwicklung glücksspielbezogener Probleme. Vor dem Hintergrund eines Mangels an überzeugenden Erklärungsansätzen verfolgt diese Abhandlung das übergeordnete Ziel, das gegenwärtig verfügbare Wissen zu Risiko- und Schutzfaktoren problematischen Spielverhaltens in der Adoleszenz in systematischer Weise zusammenzufassen. Ausgehend von 105 Primärstudien wird ein evidenzbasiertes Entwicklungsmodell vorgelegt, das zum einen der Theorieweiterentwicklung dient und zum anderen wertvolle Implikationen für eine Erfolg versprechende Präventionspraxis mit sich bringt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract

Der Begriff Dissertation stammt aus dem Lateinischen („dissertatio“) und steht für Erörterung, Auseinandersetzung oder ausführliche Besprechung. Im Zeital- ' * !+"!* + / ; - setzungen zu einer speziellen Thematik insbesondere auch im Kontext der Wis- senschaft zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zu singulären empirischen Untersuchungen setzen sich systematische Reviews zum Ziel, den aktuellen Kenntnisstand lege artis zusammenzufassen, kritisch zu bewerten und evidenz- basierte Handlungsempfehlungen zu unterbreiten. Derartige Übersichtsarbeiten können somit – im wahrsten Sinne des Wortes – fundiertes und praxisrelevantes „Wissen schaffen“. Die vorliegende Expertise versteht sich als ein ebensolcher Wissenslieferant. Im Zentrum der Arbeit steht der bislang in Deutschland weit- gehend vernachlässigte Forschungsgegenstand „Jugendliche und Glücksspiele“. Im Zuge meines mittlerweile knapp zehn Jahre andauernden Interesses für das „Zocken“ und das Phänomen der Glücksspielsucht wuchs bei mir sukzessive die Idee, anstatt einer eigenen empirischen Erhebung vielmehr den derzeitigen Forschungsstand systematisch aufzubereiten und damit einen (hoffentlich) be- deutsamen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Themengebietes zu leisten. Da- rüber hinaus verbinde ich mit dem Dissertationsthema in der Rückschau auch ein prägnantes biographisches Erlebnis: Während der eigenen Erstkommunionsfeier in einem Restaurant in der Nähe von Bremen durfte ich erstmals unter Aufsicht Geld in einen „Daddelautomaten“ werfen. Das Ergebnis war für einen damals 10-jährigen Jungen verblüffend, denn binnen weniger Minuten erzielte ich nicht nur eine Reihe von Sonderspielen, sondern auch einen Gesamtgewinn von un- gefähr 100,- DM – die Aufmerksamkeit der Verwandtschaft und des Restaurant- personals inklusive. Allerdings wurde...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.