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Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur

Genres – Formen und Funktionen – Autoren

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Gerhard Haas

Von mehreren Ansätzen aus stellt der Verfasser das lange vernachlässigte Thema ‘Phantastik’ im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zur Diskussion und versucht, eine tragfähige Theorie der Genres ‘Phantastik’, ‘Fantasy’ und ‘Science Fiction’ zu entwickeln. Daneben werden weitere zentrale Aspekte der Literatur für junge Menschen wie: ‘Dritte Welt im Jugendbuch’, ‘Bestseller’, ‘Das Thema Reisen in der Kinder- und Jugendliteratur’, ‘Das Tierbuch’, ‘Funktionen der Kinder- und Jugendliteratur’ sowie Beiträge zum Werk von Otfried Preußler und Willi Fährmann vorgestellt.

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TOPOl UND STEREOTYPEN 215

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TOPOl l'ND STEREOTYPEN 215 ToPOl UND STEREOTYPEN Der schmale Blick des Kriegers Beobachtungen und i.iberlegungen zu 'Ort' und Funktion von Topoi und Stereotypen in der Kinder-und Jugendliteratur 1 Kinder-und Jugendliteratur nimmt im literarischen Spiel der zeitge- nossischen Kultur eine iiberaus bescheidene Nebenrolle ein, Ieicht ablesbar schon an der marginalen Existenz einer entsprechenden Literaturkritik im Feuilleton groBer Tages- und Wochenzeitungen. Wahrend jede auch nur einigermaBen interessante Neuerscheinung im Bereich der Erwachsenenlitera- tur ihre Rezensentin bzw. ihren Rezensenten findet, stellt das im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur eher die Ausnahme dar. Diese Situation hangt fraglos mit literatur- und bewuBtseinsgeschichtlichen Entwicklungen am Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts zusammen, speziell mit der Herausbildung eines auBerordentlich hoch angesiedelten Litera- turbegriffs im Raum der Klassik und Romantik. So wendet sich Goethes Freund Merck nach einiger Zeit interessierter Beobachtung der zeitgenossi- schen Kinder-und Jugendliteratur schlieBiich angewidert wieder von ihr ab, als er sie an den Hervorbringungen des Sturm und Drang und der glanzvollen jungen Klassik miBt; und Robert Hiecke betont 1842, es gehe bei Schullektiire nicht urn ~eine Sache der Erholung und Unterhaltung", sondern urn etwas, das mit ~Anstrengung und ... Arbeit betrieben" werde miisse - dafiir kamen aber natiirlich nur die 'groBen' Autoren (Hiecke nennt ausdriicklich Goethe und Schiller) in Betracht. 1 Dem allem entspricht sehr genau die Feststellung Benno Pludras aus dem Jahre 1964: , Von wenigen Ausnahmen abgesehen ... verhalten sich unsere Literaturkri- tiker, noch mehr aber die bewii.hnen Manner der Literaturwissenschaft, zur Kinderliteratur wie die Weisen vom Berg zu den Fragen des Lebens:...

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