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Cosimo I. de’ Medici – Anton Fugger

Macht und Mäzenatentum in Florenz und Augsburg

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Marie Nicoline Steinweg

Medici und Fugger – innerhalb von wenigen Generationen stiegen sie zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien ihrer Zeit auf. Im europäischen Machtspiel nahmen sie entscheidende Schlüsselpositionen ein. Durch ihr Mäzenatentum prägten sie in beispielloser Form ihre Heimatstädte, Florenz und Augsburg. Ein Vergleich zwischen Cosimo I. de’ Medici und Anton Fugger zeigt, dass sich trotz ungleicher Machtpositionen die Gründe für ihr ausgeprägtes Mäzenatentum kaum unterscheiden. Beide wussten, welche herausragende Bedeutung die Förderung von Kunst und Wissenschaft für den Erhalt und die Ausweitung ihrer Macht sowie für die Reputation der Familie hatte. Diese Studie zeigt durch die vergleichende, differenzierte Perspektive das Profil dieser mächtigen Familien im 16. Jahrhundert.

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2. Die Geschichte der Medici bis zu Cosimo I.

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2.1 Die ersten Medici in Florenz Erste Hinweise auf die Familie Medici in Florenz finden sich Anfang des 13. Jahrhunderts mit „Chiarissimo de’ Medici, der 1201 als Mitglied des Stadt- rats von Florenz genannt wird [...]“4. Ursprünglich stammten die Medici aus dem Mugello, einem Apenninental cirka 30 Kilometer nördlich von Florenz. Leider ist über die ersten Medici in der Stadt am Arno nur sehr wenig bekannt. Man findet ihren Namen am Ende des 13. Jahrhunderts einige Male unter den Inhabern von politischen Ämtern,5 wie zum Beispiel Salvestro di Alamanno de’ Medici (1331-1388), der 1370 zum Gonfaloniere6 gewählt wurde. Er unterstütz- te im Ciompi-Aufstand 1378 die Forderungen der Wollarbeiter und wurde da- raufhin 1382 aus Florenz verbannt. Im Jahre 1400 folgten nach zwei weiteren gegen den Staat gerichteten Verschwö- rungsversuchen [...] weitere Verbannungen, und in den nächsten zwanzig Jahren er- hielten nur zwei Zweige der Familie die Erlaubnis öffentliche Ämter zu überneh- men.7 Es handelte sich hierbei um die Familien des Vieri de’ Medici (1323-1395) und des Averardo (Bicci) de’ Medici (gest. 1363). Obwohl Erstgenannter mit ca. 220 Florin im Gegensatz zu Averardo mit einem Besitz von ca. 12 Florin deutlich vermögender war, brachte Averardos Familie die wirtschaftlichen und politi- schen Führer der Medici hervor.8 Sein Sohn Giovanni di Bicci (1360-1429) „gilt als der eigentliche Begründer der Medicidynastie“9. Er erhielt seine Ausbildung in der römischen Zweigstelle der Bank seines Onkels Vieri de’ Medici, der am Ende des 14. Jahrhunderts zu...

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