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Cosimo I. de’ Medici – Anton Fugger

Macht und Mäzenatentum in Florenz und Augsburg

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Marie Nicoline Steinweg

Medici und Fugger – innerhalb von wenigen Generationen stiegen sie zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien ihrer Zeit auf. Im europäischen Machtspiel nahmen sie entscheidende Schlüsselpositionen ein. Durch ihr Mäzenatentum prägten sie in beispielloser Form ihre Heimatstädte, Florenz und Augsburg. Ein Vergleich zwischen Cosimo I. de’ Medici und Anton Fugger zeigt, dass sich trotz ungleicher Machtpositionen die Gründe für ihr ausgeprägtes Mäzenatentum kaum unterscheiden. Beide wussten, welche herausragende Bedeutung die Förderung von Kunst und Wissenschaft für den Erhalt und die Ausweitung ihrer Macht sowie für die Reputation der Familie hatte. Diese Studie zeigt durch die vergleichende, differenzierte Perspektive das Profil dieser mächtigen Familien im 16. Jahrhundert.

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4. Cosimo I. de’ Medici

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Cosimo I. de’ Medici wurde am 12. Juni 1519 in Florenz geboren. Er gehörte der jüngeren Linie der Medici an, „quel ramo di casa Medici che (non) aveva tenuto il potere in Firenze da Cosimo il Vecchio in poi“175. Seine Vater war der Condottiere176 Giovanni delle Bande Nere (1498-1526), ein Sohn Giovanni de’ Medicis (1467-1498) und Caterina Sforzas (1463-1509), der Herzogin von Forlì und Imola. Cosimos Mutter war Maria Salviati (1499-1543), die Tochter des reichen und einflussreichen Bankiers Jacopo Salviati (1461-1533) und Lucrezia de’ Medicis (1470-1550/53). Mütterlicherseits entstammte er somit der Linie, die auf Cosimo il Vecchio zurückging, väterlicherseits stammte er von Lorenzo il Popolano (1395–1440) ab. Von Cosimo I. wurde bis zu seiner unverhofften Ernennung zum Herrscher über Florenz im Jahre 1537 jedoch keine besondere Notiz genommen. 1526, als er sieben Jahre alt war, fiel sein Vater Giovanni im Krieg zwischen Franz I. und Karl V. Da Giovanni sich nur selten bei seiner Fa- milie in Florenz aufgehalten hatte und fast immer bei seinen Truppen weilte177, hatte Cosimo eine besonders enge Beziehung zu seiner Mutter, die seinen Cha- rakter entscheidend prägte: Nel figlio [...] istillò il senso della diffidenza nel prossimo e il senso della spietata durezza necessaria a farsi valere, a farsi strada, a non aspettarsi nulla dagli altri e tut- to da se stesso, a spegnere e troncare sul nascere la malizia altrui: dalla lezione della tragica fine di Giovanni guerriero trasse la chiave e il segreto del trionfo di...

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