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Die christliche Gemeinschaftsschule in Baden

Historie und Rechtsprobleme

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Johanna Bäcker

Die Arbeit beschäftigt sich mit der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden. Zunächst wird die Historie dieser Schulform dargestellt und es wird auf die theologischen und politischen Herausforderungen hingewiesen, der sie sich gegenübergestellt sah. Die Arbeit zeigt die geschichtliche Entwicklung der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden auf. Im Weiteren setzt sie sich mit dem Kernproblem der Verfassungsmäßigkeit auseinander und greift den Wunsch nach einer neuen Verwaltungsvorschrift zur praktischen Ausgestaltung der christlichen Gemeinschaftsschule badischer Prägung in Baden-Württemberg auf. Die Arbeit schlägt schließlich eine Reform der Verwaltungsvorschrift auf Grundlage der ursprünglichen Verwaltungsvorschrift vor.

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A. Einleitung

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Erstmals tauchte die christliche Gemeinschaftsschule im Jahre 1817 im Herzog- tum Nassau auf. Im Schuledikt Nassaus aus dem Jahre 18171 wird die obligato- rische Gemeinsnchaftsschule eingeführt. Nicht viel später tritt die christliche Gemeinschaftsschule auch in Baden zum ersten Mal in Erscheinung. Bereits im Jahre 1835 machten wirtschaftliche Erwägungen und die verstärkte Bildung einer Mischbevölkerung es erforderlich, im damaligen Schulgesetz Badens vom 28. August 1835 festzulegen, dass bei Bestehen einer Schule in der Gemeinde eine weitere Schule der anderen Konfes- sion nur noch dann errichtet werden solle, wenn entweder die Gemeinde oder der entsprechende Konfessionsteil die Kosten für die Einrichtung der Schule übernehmen würden.2 Allerdings dauerte es noch bis in das Jahr 1868, bis die fakultative Simultanschule als Vorgängerin der christlichen Gemeinschaftsschu- le eingeführt wurde. Es nahm hiernach sogar weitere 8 Jahre in Anspruch, bis das badische Simultanschulgesetz aus dem Jahre 1876 die obligatorische Simul- tanschule als Regelschulform einführte. Wurde der christlichen Gemeinschaftsschule, welche sich damals noch als Simultanschule bezeichnete, zu Beginn ihrer Etablierung in Baden noch vorge- worfen, sie sei eine zu liberale Schulform, die vor allem die zu erfolgende christliche Unterweisung nicht ausreichend gewähre, wurde ihr später im 20. und 21. Jahrhundert zum Vorwurf gemacht, dass sie zu konservativ und reaktio- när sei und anders denkende Schüler und Eltern in ihren Grundrechten verletzen würde. Die christliche Gemeinschaftsschule badischer Prägung hatte unter ande- rem einen „großen“ Kulturkampf in der zweiten Hälfte des...

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