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Planerische Steuerung von unterirdischen Raum- und Grundstücksnutzungen

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Jan Schilling

Die Energiewende, die klimapolitischen Ziele sowie die Sicherung der Versorgung bedingen einen technologischen Wandel in der Energiewirtschaft. Neben klassische Untergrundnutzungen wie die Förderung von Kohlenwasserstoffen treten vermehrt neue Nutzungen wie die Speicherung von CO 2 , Druckluft oder Wasserstoff oder die Nutzung der Geothermie auf. Raum im Untergrund ist jedoch – wie an der Oberfläche – eine begrenzte Ressource. In der Folge ist eine Zunahme von unmittelbaren und mittelbaren Konkurrenzsituationen bereits heute absehbar. Sind die Genehmigungsverfahren des BBergG und des im August 2012 in Kraft getretenen KSpG geeignet diese Konkurrenzen abzubilden? Sind die Instrumente der Raumordnung und -planung für eine Lösung nutzbar? Gibt es rechtspolitischen Handlungsbedarf? Der Autor diskutiert diese aktuellen Fragen und entwickelt vor dem Hintergrund des ROG Lösungen, um dem Befund einer ansteigenden Nutzungsverdichtung gerecht zu werden.

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Kapitel 1: Aktuelle und zukünftige Nutzungsformen des Untergrundes in Deutschland

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Kapitel 1 Aktuelle und zukünftige Nutzungsformen des Untergrundes in Deutschland 7 Abschnitt 1: Erdöl- und Erdgasförderung A. Kurzbeschreibung Erdöl und Erdgas stellen mit einem Anteil von 54,4 % am Primärenergiever- brauch der Bundesrepublik15 mit Abstand die beiden wichtigsten Energieträger dar. Auch vor diesem Hintergrund hat die Förderung von Kohlenwasserstoffen in Deutschland bereits eine lange Tradition. Trotz der hohen Bedeutung für die Energieversorgung und der langen Tradition werden in Deutschland jedoch im internationalen Maßstab nur geringe Mengen an Erdöl und Erdgas gefördert. Insgesamt deckte die heimische Erdölproduktion 2010 etwa 2,7 % des gesamten Mineralölverbrauchs der Bundesrepublik Deutschland16. Die inländische Erdgas- förderung hingegen erreichte im gleichen Zeitraum einen Anteil von 11 % des Inlandverbrauchs und stellt damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Erdgasversorgung Deutschlands dar17. Seit Jahrzehnten gehen jedoch die Fördermengen aufgrund des fortgeschritte- nen Alters der produzierenden Lagerstätten sowohl im Erdöl- als auch im Erdgasbe- reich zurück. Gleichzeitig haben sich jedoch die Konzessionsflächen zur Explora- tion von zusätzlichen Kohlenwasserstoffvorkommen weiter vergrößert und um- fassen eine Gesamtfläche von etwa 97.000 Quadratkilometer18. Neue Konzessi- onsflächen zur Aufsuchung wurden dabei in 2010 vor allem in den Bundeslän- dern Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen zur Erkundung des Untergrundes nach nicht-konventionellen Erdgaslagerstätten vergeben19. 15 Energieverbrauch der BRD 2011, Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Pressemitteilung vom 20.12.2011. 16 Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG), Erdöl und...

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