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Analyse und Bewertung von Kommunikationsleistungen

Die Social Communication Scorecard als Instrument zur Erfassung und Beurteilung interpersonaler Netzwerke in Kommunikationsabteilungen

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Daniel Mücke

Fixpunkt der Kommunikationsforschung ist meistens das Ziel: die kommunikative Aktion bei einer Zielgruppe und deren Wirkung. Kaum beachtet wird der vorgeschaltete Entstehungsprozess, nämlich der Weg zur kommunikativen Aktion. Zu selten wird (kontinuierlich) hinterfragt, ob die vorgegebene Kommunikationsstruktur zielführend und bei den Mitarbeitern akzeptiert ist. Und über die real existierenden internen Kommunikationsstrukturen ist meistens kaum etwas bekannt. Gleiches gilt für die Mitarbeiter. Auch sie wissen oftmals nur wenig über ihre eigene kommunikative Rolle und damit über ihre Bedeutung innerhalb der und für die Abteilung. Zentrales Ziel dieses Buches ist die Entwicklung eines Ansatzes für die umfassende Analyse und Beurteilung der Entstehungsprozesse von Kommunikationsleistungen im interpersonalen Netzwerk Unternehmenskommunikation. Auf dessen Basis soll zum einen eine Sichtbarmachung bestehender Kommunikationsstrukturen erfolgen, zum anderen kann auf dieser Grundlage eine differenzierte Erklärung kommunikativer (Fehl-)Leistungen ermöglicht werden.

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1 Einleitung 11

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11    (Konfuzius) Die Bedeutung von Kommunikation in und von Unternehmen wächst. Keine r ganisation kann sich heute mehr in ihrem eigenen, kleinen Mikrokosmos bewe gen und losgelöst von ihrer Umwelt agieren. Begriffe wie Stakeholder oder Publics stehen als Sammelbegriff für Gruppen von Menschen, die Einfluss auf das Handeln von Unternehmen nehmen können. Daher setzen sich Unternehmen mit diesen Parteien auseinander – sie interagieren, sie verhandeln, sie streiten, sie beschwichtigen, sie werben um Vertrauen: sie kommunizieren. Die Kommuni kation mit den Anspruchsgruppen ist in Zeiten dynamischer Märkte, sich eman zipierender Zielgruppen und herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedin gungen zu einem wichtigen Faktor für den Unternehmensfortbestand geworden. Das ‚Kommunizieren‘ ist dabei zu einer immer kompleeren Aufgabe gewor den, da Unternehmen heute mit einer Vielzahl von Stakeholdern bei einer noch größeren Zahl an Themen in Austausch stehen. Die Kommunikation von und in Unternehmen ist längst keine neManShow mehr, sondern ein komplees Ge bilde. Unternehmenskommunikation hat sich ausdifferenziert in Fachbereiche, die sich einem Themenschwerpunkt bzw. einer Zielgruppe widmen. Der Grad der Spezilaisierung hängt dabei von der Zahl der Anspruchsgruppen und Themen ab, die für das Unternehmen relevant sind. Es genügt nicht mehr  eine Art der Kommunikation, es gibt keinen eindimensionalen, linearen Königsweg der Un ternehmenskommunikation mehr. Unternehmen müssen mit ihren jeweiligen Anspruchsgruppen spezifisch kommunizieren, d. h. die richtige Information im richtigen Umfang, richtig aufbereitet, zum richtigen Zeitpunkt, auf dem richtigen Weg, zum richtigen bzw. wichtigen Personenkreis transportieren. Um den vielf...

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