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Internet und Altwerden

«Silver Surfer» und «Best Ager» – Surfen im Seniorenalter

Marie-Louise Rendant

Die «Silver Surfer» oder «Best Ager», wie Senioren im Internet gerne bezeichnet werden, verzeichnen in den letzten Jahren die höchsten Zuwächse und implementieren zunehmend das Internet in ihren Alltag. Umso unverständlicher ist es, dass über das Nutzungsverhalten dieser Zielgruppe wenig bekannt ist. Diese Studie will die bestehende Lücke schließen. Zielstellung ist die empirische Überprüfung, ob das Internet eine kompensierende Funktion auf eine große und größer werdende Klientel hat bzw. eine aktivierende Wirkung auf das alternde Individuum. Diese Vorstellung folgt der Annahme, dass Menschen mit zunehmendem Alter etwas fehlt bzw. etwas verlieren. In der Bilanzierung ihrer Lebenslagen ergeben sich jedoch nicht nur ein Bild von Defiziten, sondern auch viele Ressourcen. Die Auswertungen zeigen, dass ältere Onliner das Internet reflexionsorientiert und bedarfsgerecht zur Kompensation ihrer Defizite und Verluste nutzen. Im Abgleich mit gerontosoziologischen Theorien erweisen sie sich als verantwortungsvolle Medienrezipienten, die das Internet zum «erfolgreichen Altern» einsetzen.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Einleitung 1 1.1 Fragestellungen und Vorgehen 4 1.2 Ziel 6 2. Deskriptive Bestandsaufnahme 9 2.1 Dynamische Entwicklungen 9 2.1.1 Zugrundeliegende Interdisziplinarität 12 2.1.2 Forschungsstand 15 2.1.3 Zusammenfassung 23 2.2. Die ältere Gesellschaft 24 2.2.1 Demografischer Wandel 25 2.2.2 Soziodemografische Effekte 27 2.2.3 Lebenslage Gesundheit 32 2.2.4 Lebenslage Sozialleben 35 2.2.5 Lebenslage Bildung 44 2.2.6 Materielle Lebenslage 46 2.2.7 Zusammenfassung 50 2.3 Die informationstechnologische Entwicklung 53 2.3.1 Von statischen HTML-Seiten zum sozialen Netzwerk 53 2.3.2 Ältere im Internet 56 2.3.3 Ältere Internetnutzer im Fokus der Statistiken 57 2.3.4 Zusammenfassung 59 2.4 Zielpopulation 59 2.4.1 Die Forschungsregion 60 2.4.2 Zusammenfassung 63 2.5 Schlussfolgerungen und Ausblick 64 VI 3. Methoden und Theorien 67 3.1 Methodenkombination „Triangulation“ 67 3.2 Online-Forschung 69 3.3 Modelle zur Steigerung der Aktivitätsbeteiligung und ihre theoretische Bezugnahme 70 3.3.1 Aktivität im handlungsweisenden Kontext 71 3.3.1.1. Aktivität Internet 71 3.3.1.2 Aktivität und Effekte 72 3.3.1.3 Definitorische Eingrenzung 75 3.3.2 Aktivitätssteigerung durch Internetnutzung 76 3.3.2.1 Medienwirkungstheorien 77 3.3.2.2 Medienwirkungsmodelle im Kontext der Internetnutzung 83 3.3.2.3 Gerontologische Theorien 84 3.3.3 Aktivitätssteigerung über Lebenszufriedenheit 85 3.3.3.1 Aktivitätsthese 86 3.3.3.2 „S-O-K“ als Modell für „erfolgreiches Altern“ 87 3.3.3.3 Motivation durch Bedürfnisbefriedigung 89 3.4 Zusammenfassung 94 4. Die Online-Befragung 97 4.1 Methodik 97 4.1.1 Design 97 4.1.2 Sampling 98 4.1.3 Datensammlung 100 4.1.4 Interpretation 101 4.2 Ergebnisse 101 4.2.1 Zugrundeliegende Hypothesen 101 4.2.2 Kontext 102 4.2.3 Sozio-kulturelle Merkmale 102 VII 4.2.3.1 Alter 102 4.2.3.2 Geschlecht 104 4.2.3.3 Familienstand und Haushaltsstruktur 105 4.2.3.4 Bildung 107 4.2.3.5...

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