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Aktuelle Forschungsthemen der Sprechwissenschaft 2

Phonetik, Rhetorik und Sprechkunst

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Ursula Hirschfeld and Baldur Neuber

In der Publikation werden aktuelle wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Phonetik, der Rhetorik und der Sprechkunst vorgestellt. Häufig handelt es sich zudem um transdisziplinäre Fragestellungen. Sie geben einen eindrucksvollen Einblick in die unterschiedlichen Facetten unserer Forschungswelt und reichen von Detailuntersuchungen im Bereich der artikulatorischen Phonetik bis hin zur Sprachentwicklungsforschung, und von der historischen Betrachtung des Rhetorikverständnisses bis zu den Perspektiven der sprechkünstlerischen Kommunikation. Ein erklärtes Ziel dieser Publikation ist es, interessante neue Untersuchungen junger Absolventen einer breiten Öffentlichkeit vorzulegen.

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Ilona Fey Symmetrie im Gespräch - Theoretische und analytische Aspekte 11

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Symmetrie im Gespräch. Theoretische und analytische Aspekte Ilona Fey, Schwäbisch Gmünd Kommunikative Fähigkeiten, insbesondere Gesprächsfähigkeit, gehören heute immer mehr zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsleben. Viele Unterneh- men gestalten Organisationen schlanker, flachen Hierarchien ab und beziehen Mitarbeiter stärker in Problemlöse- und Entscheidungsprozesse mit ein. Sym- metrische Kommunikation — im Sinne eines gleichberechtigten, demokratischen Miteinanders — scheint dabei eine „Herausforderung für die Zukunft" zu sein (Trömel-Plötz 1996, 137). Doch nicht allein in verschiedenen Berufsfeldern, auch in der Sprechwissen- schaft spielt die Vorstellung vom symmetrischen Gespräch eine besondere Rol- le. Der Begriff als solcher wird dabei allerdings selten explizit verwendet. Dem- gegenüber scheinen Termini wie Kooperation und Demokratie viel eher zentrale Begriffe in Veröffentlichungen zur Rhetorik zu sein. So gibt es ganze Sammel- bände, die sich mit Kooperation unter verschiedensten Blickwinkeln befassen sowie zahlreiche Arbeiten, die den Begriff bereits in der Überschrift enthalten (vgl. z. B. Lüschow / Pabst-Weinschenk 1991, Bartsch et al. 1994, Mönnich et al. 1999, etc.). Doch obwohl der Begriff der Symmetrie vergleichsweise selten verwendet wird, ist er nach Ansicht der Autorin als implizite moralische Katego- rie in vielen Konzepten zur rhetorischen Kommunikation bereits angelegt. So spielt Symmetrie als implizite moralische Kategorie beispielsweise bei Geißner (1975b) eine Rolle, wenn er die beiden Formen des Gesprächs „Klären" und „Streiten" bestimmt als „offenen Prozess chancengleichen, wechselseitigen Fra- gens und Antwortens" (ebd., 196). Zudem weist auch Gutenberg (1994) darauf hin, dass das Gei...

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