Show Less

Die Rechtsfolgen einer mittelbaren Patentverletzung nach § 10 Patentgesetz

Series:

Marina Rinken

Das Haftungssystem des Patentrechts ist auf die Abwehr und den Ausgleich unmittelbarer Patentverletzungen gerichtet. Diese Anknüpfung birgt Schwierigkeiten in Fällen der mittelbaren Patentverletzung, in denen der Verletzer weder Täter noch Teilnehmer der unmittelbaren Patentverletzung ist. Diese Arbeit klärt, welche Rechtsfolgen eine mittelbare Patentverletzung nach sich zieht und in welchem Umfang diese geltend gemacht werden können. Schwerpunkt der Untersuchung sind der Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch. Durch die konsequente wortlautgetreue Anwendung der Anspruchsvoraussetzungen und die Berücksichtigung des Zwecks der mittelbaren Patentverletzung, einen umfassenden Vorfeldschutz zu gewähren, werden für alle Rechtsfolgen interessengerechte und angemessene Lösungen hergeleitet.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhaltsverzeichnis

Extract

Abkürzungsverzeichnis..................................................................................XIX A. Einleitung ...................................................................................................... 1 I. Die mittelbare Patentverletzung................................................................. 3 1. Abgrenzung der mittelbaren zur unmittelbaren Patentverletzung............. 4 2. Anwendungsfälle ....................................................................................... 5 a) Lieferung eines Kombinationsteils zur Benutzung in einer ge- schützten Gesamtkombination............................................................... 5 b) Lieferung einer Vorrichtung zur Ausübung eines geschützten Verfahrens oder Herstellung einer geschützten Sache .......................... 6 3. Entstehungsgeschichte ............................................................................... 7 a) Die mittelbare Patentverletzung als atypische Teilnahmeform............. 7 aa) Einordnung als Beihilfe und mittelbare Täterschaft durch das RG.................................................................................................... 7 bb) Einordnung als mittelbare Erfindungsbenutzung............................ 8 cc) Übernahme des Begriffs der mittelbaren Erfindungsbenut- zung durch RG und BGH.............................................................. 10 dd) Zusammenfassung......................................................................... 11 b) Systemwechsel zum einstufigen Tatbestand ....................................... 12 4. Vorfeldschutz als Normzweck des § 10 PatG ......................................... 12 II. Voraussetzungen der mittelbaren Patentverletzung .............................. 14 1. Objektiver Tatbestand des § 10 PatG ...................................................... 15 a) Objekt der Patentgefährdung ............................................................... 15 aa) Mittel ............................................................................................. 15 bb) Bezug zu einem wesentlichen Element der Erfindung ................. 15 b) Anbieten oder Liefern zur Benutzung im Inland................................. 16 c) Begehung der Tathandlung gegenüber einem nicht zur Nutzung der Erfindung Berechtigten.................................................................. 18 2. Subjektiver Tatbestand des § 10 PatG..................................................... 20 a) Kenntnis der Eignung und Bestimmung.............................................. 20 aa) Kenntnis der Eignung.................................................................... 21 bb) Kenntnis der Bestimmung............................................................. 21 b) Offensichtlichkeit von Eignung und Bestimmung .............................. 23 X 3. Fazit.......................................................................................................... 24 III. Einordnung in das zivilrechtliche Haftungssystem ................................ 25 1. Mittäterschaft ........................................................................................... 25 2. Mittelbare Täterschaft .............................................................................. 27 3. Beihilfe..................................................................................................... 27 4. Anstiftung................................................................................................. 28 5. Haftungsfiguren für mittelbare Schutzrechtsverletzungen ...................... 29 a) Störerhaftung........................................................................................ 29 b) Täterschaftliche Haftung...................................................................... 30 c) Mittelbare Nebentäterschaft................................................................. 30 d) Vergleich.............................................................................................. 31 e) Einordnung des...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.