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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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Adolf Muschgs Erfahrung von Fremdsein. Cinzia Dell’Anna (Lecce)

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Adolf Muschgs Erfahrung von Fremdsein Cinzia Dell’Anna (Lecce) Die Erfahrung von Fremdsein lautet der Titel eines 1987 veröffentlichten Auf- satzes von Adolf Muschg (geb. 1934), einer der bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Schweizer Literatur. Der Schriftsteller und Germanist unter- sucht darin das Konzept von Fremde in der Sprache, sowie die für den Men- schen schmerzliche, aber unumgängliche Erkenntnis der Fremdheit und der Ent- fremdung. Der Autor berichtet: „Wir studieren das Fremde ja nicht nur bloß, um es zu meistern, sondern um uns ihm auszusetzen, um damit – konfliktreich, aber ohne Feindschaft – leben zu lernen.“1 Muschg nähert sich insofern dem von Wierlacher ebenfalls 1987 in die Theorie interkultureller Germanistik eingeführ- ten Begriff ,Xenologie‘, welche zu ihren Prämissen die Einschätzung kultureller Vielfalt als Anregung und Reichtum zählt. Einerseits hat Adolf Muschg das Ausgesetztsein in einer fremden Welt per- sönlich erfahren, da er lange in Deutschland, Japan und den USA lebte, anderer- seits bildet das Thema Fremde einen roten Faden durch sein umfangreiches und vielseitiges Werk. Sein Interesse am Fremden und sein Bedürfnis, dieses zu be- wältigen, schaffen die Voraussetzung für das Schreiben Muschgs. Dabei erweist sich nicht selten Fremdes als Eigenes und Eigenes als Fremdes.2 Anhand einiger essayistischer Beispiele und der Erzählung Besuch in der Schweiz gilt es nun eine einzigartige Gegenüberstellung von Einheimischem und Fremdem aufzuzeigen, und zwar das Verhältnis zwischen zwei sehr unterschied- lichen, aber benachbarten Nationen, Deutschland und der Schweiz. Im Mittel- punkt steht...

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