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Organentnahmen bei hirntoten Schwangeren

Oder: Sterbehilfe am Lebensanfang?

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Sebastian Vogel

Die Konstellation scheint rar, die Lösung simpel: Wenn eine Schwangere stirbt, ihr Herz-Kreislauf-System und mithin die Schwangerschaft aber künstlich auch nach dem Hirntod noch aufrechtzuerhalten sind, muss das Kind gerettet werden. Ist die Frau zudem Organspenderin, können freilich auch ihre Organe transplantiert werden. In dieser Absolutheit indes birgt dies einige medizinische wie rechtliche Fehler. In dieser Arbeit werden die medizinischen Umstände der Konstellation erläutert, um zu einer dogmatisch konsistenten wie praktikablen juristischen Lösung zu gelangen. Zu hinterfragen gilt, ob und wann die Ärzte die Schwangerschaft abbrechen dürfen, wann sie dem Ungeborenen Sterbehilfe leisten können und sollen. Zudem geht die Arbeit der Frage nach, wer entsprechende Entscheidungen trifft.

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Vorwort

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Diese Arbeit befasst sich mit einem ernsten Thema. Sehr ernst. Und gar nicht hei- ter. Drum sei wenigstens das Vorwort vor allem eins: heiter. Möge der kritische Leser mir meine Heiterkeit nachsehen; der Ernst des Lebens (und der Lektüre) kommt noch früh genug. Es ist dies ein Buch, das ich für viele Interessengruppen geschrieben habe. Ju- risten können es lesen – und sich ärgern, was ich da nur wieder geschrieben habe. Meine Familie, der ich an dieser Stelle zugleich meinen Dank für die tolle Unter- stützung jedweder Art aussprechen möchte, kann es lesen – und sich freuen, was ihr Sohn oder Enkel da nur wieder geschrieben hat. Meine geschätzten Kollegen vom Zentrum Medizin-Ethik-Recht und vom Lehrstuhl Lilie können es lesen – und sich überzeugen, dass ich doch nicht immer nur geschlafen hab im Büro. Meine Freundin Lysann Hennig kann es lesen – aber muss sie gar nicht; sie hat es ja schon dankenswerterweise Korrektur gelesen. Auch Herr Prof. Lilie und Herr Prof. Krü- ger, denen ich für die Erstattung von Erst- bzw. Zweitgutachten danke, haben die Bürde des Lesenmüssens schon hinter sich. Zwei fehlen aber noch, für die ich die- ses Buch auch geschrieben habe. Der eine bin ganz uneitel ich. Nachdem ich schon Gedichte, Kurzgeschichten, Zeitungsartikel und juristische Fachbeiträge publiziert habe, habe ich mir hiermit bewiesen: Ich kann auch Buch! Und die anderen, für die dieses Buch auch und gerade sein soll, sind die Ärzte...

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