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Amerika: Gitarre anderer Worte- América: Guitarra de otros verbos

Herausgegeben, kritisch annotiert und übersetzt von Erna Pfeiffer- Edición crítica y traducción de Erna Pfeiffer- Mit einer Einleitung von Germán Calvache Alarcón und Illustrationen von Oswaldo Viteri - Con una introducción de Germán Calvache Ala

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Erna Pfeiffer

Als offizieller Chronist der Stadt Ambato hat Pedro Arturo Reino Garcés die spannende Aufgabe, bisher kaum erforschte Dokumente aus der Kolonialzeit zu entziffern und die dahinter verborgene(n) Geschichte(n) zu rekonstruieren. In seiner Lyrik lässt er, in Tradition von Neruda oder Dávila Andrade, die «andere Seite der Conquista» aufblitzen. Inspiriert von den 200-Jahr-Feiern der «Unabhängigkeit» Lateinamerikas gibt er denen eine poetische Stimme, die in den Annalen der Weltgeschichte kaum vorkommen: indigenen HeldInnen der Freiheitsbewegungen wie Rumiñahui, Caupolicán, Anacaona, Hatuey, Mackandal etc., von Kuba bis Chile, von Mexiko bis Paraguay. In seiner Liebeslyrik leuchtet der hoch poetische Zauber der Anden, mit Vulkanen, Maisfeldern, Marktszenen, exotischer Flora und Musik auf.
Como cronista oficial de la ciudad de Ambato Pedro Arturo Reino Garcés tiene la apasionante tarea de descifrar antiguos documentos de la Colonia, reconstruyendo la(s) historia(s) oculta(s) detrás. En su poesía nos transmite, en la tradición de Neruda o Dávila Andrade, destellos de la «otra cara de la Conquista». Inspirado en las celebraciones del bicentenario de la «Independencia» de América Latina, les otorga voz poética a quienes apenas figuran en los anales de la Historia mundial: héroes y heroínas de diversos movimientos de libertad, tales como Rumiñahui, Caupolicán, Anacaona, Hatuey, Mackandal y muchos otros, desde Cuba a Chile, de México al Paraguay. Además, su poesía amorosa irradia el encanto de los Andes, con sus míticos volcanes, maizales, escenas de mercado, flora exótica y música.

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Eine Annäherung an “Aschenwesen und Glutnester” Germán Calvache Alarcón

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Präsident der Casa de la Cultura Ecuatoriana der Provinz Tungurahua Bedauerlicherweise, sagt der Philosoph Nelson Reascos1 in einem 2013 ab- gehaltenen Vortrag, „hat uns die rückständigste Kolonialmacht Europas ero- bert“, denn Spanien habe zur damaligen Zeit nicht über einen mit anderen Nationen vergleichbaren Entwicklungsstand verfügt, weder im Bereich von Wissenschaft, Technologie, sozialen und religiösen Reformen noch in der Entwicklung des Kapitalismus. Deswegen entbehrten einige unserer „westli- chen“ Charakteristika jeglicher logischer Rationalität, wie sie der Kultur des Abendlandes zu eigen ist. Unsere lateinamerikanischen Länder seien das Er- be einer Prämodernität, die uns zwar verspätet erreichte, jedoch um sich dauerhaft, unter Anwendung des Schwertes hier einzunisten. Die römische Praxis der Vergewaltigung als Herrschaftsinstrument wurde zur Unterwerfung der Besiegten eingesetzt, denn es waren nicht etwa spani- sche Familien, die nach Amerika kamen, sondern fast ausschließlich Männer. Aufgrund dieser historischen Umstände des Mestizaje – der Mischung euro- päischer und indigener Anteile – ist unsere Kultur matrilinear geprägt, weil unser kulturelles Erbe auf das Vermächtnis der indigenen Mutter zurück- geht. Kurz zusammengefasst und ungeachtet aller vorhandener Plurikultura- lität, sind wir im Allgemeinen synkretistisch, hybrid. Die Eroberer, aus denen bald Beherrscher und später Eliten wurden, ha- ben die Geschichte konstruiert, „ihre Geschichte“, mit kategorischen Be- hauptungen, die keinen Platz für irgendeinen Zweifel ließen. Die wahre, oder sagen wir vielleicht, die „andere“ Geschichte, wurde nie freigelegt, sondern im Gegenteil unsichtbar gemacht, denn für die Herrschenden waren...

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