Show Less

Die Entstehung der Verfassungen der dänischen Monarchie (1848-1849)

Series:

Sönke Loebert, Okko Meiburg and Thomas Riis

Der im Jahre 2004 in Kopenhagen entdeckte Entwurf einer Gesamtverfassung für das Königreich Dänemark und die Herzogtümer Schleswig und Holstein aus den ersten Monaten des Jahres 1848 wird hier in einer textkritischen Edition vorgelegt. Neben ihm werden die Verfassungen Schleswig-Holsteins, Lauenburgs und Dänemarks 1848-1849 gedruckt, die als Basis für die vergleichende Untersuchung des Entwurfes und der Verfassungen Dänemarks und Schleswig-Holsteins dienen. Eine Einführung in die Problematik und den historischen Hintergrund rundet die Darstellung ab.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Vom Absolutismus zur konstitutionellen Monarchie in Dänemark und den Herzogtümern: März 1848 bis Juni 1849 von Thomas Riis

Extract

Grundsätzlich hatte die deutsche Bundesakte vom Jahre 1815 die Wünsche nach freien Verfassungen anerkannt, aber im besten Fall würden nur die Teile der däni- schen Monarchie, die auch Mitglieder des Deutschen Bundes waren, sprich Holstein und Lauenburg, davon betroffen sein. Schleswig, das übrige Dänemark sowie die atlantischen Teile der Monarchie (Westindien, Färöer, Island, Grönland) brauchten auch eine moderne Konstitution, wie Norwegen sie im Jahre 1814 erhalten hatte. Die dänische Monarchie war aber ein Vielvölkerstaat, und deshalb bezog sich die Verfassungsfrage zum einen auf die politische Mitbestimmung (wie in anderen Ländern), zum anderen auf die Beziehungen zwischen den Teilen der Monarchie. Vorläufig blieb alles bei dem Gewohnten, König Friedrich VI. (+ 1839) soll sogar auf eine vorsichtige Frage nach Verfassungsreformen geantwortet haben: „Wir al- lein wissen, was dem Besten des Landes dient.“ Jedoch wurde im Jahre 1830 die Verfassungsfrage auf die Tagesordnung gesetzt. Der Anlass war eine kleine Broschure mit dem Titel „Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein“, die von dem jungen Beamten Uwe Jens Lornsen verfasst wor- den war. Auf wenigen Seiten und in einer kristallklaren Sprache skizziert Lornsen eine Verfassung für die dänische Monarchie, die er in einen Bundesstaat mit Schles- wig-Holstein und Dänemark als gleichberechtigten Partnern umwandeln möchte. Über die anderen Teile der Monarchie, die in 1830 noch Niederlassungen in Indien und im heutigen Ghana umfassten, schrieb Lornsen nichts. Es muss hervorgehoben werden, dass Lornsens Verfassungsentwurf einen Kompromissvorschlag bildete, der die Erhaltung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.