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Bürgerstiftungen in Deutschland

Entwicklungen, Erfahrungen und Ausblicke

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Matthias Klein

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bürgerstiftung als besonderer Ausgestaltungsform der Stiftung bürgerlichen Rechts. Von den Anfängen der Bürgerstiftung in Deutschland Ende des 20. Jahrhunderts, als die Idee aus den USA importiert wurde, wird die Entstehung und Entwicklung der Bürgerstiftungslandschaft umfassend dargestellt und ausgewertet. Im Rahmen der sich tatsächlich darstellenden Verhältnisse werden insbesondere bürgerstiftungsspezifische Rechtsfragen zur Gründung und Tätigkeit der Bürgerstiftung und ihrer Gremien aufgezeigt und praktische Lösungen angeboten. Diese Arbeit kann daher auch als Wegweiser für Neugründungen und Handbuch für bestehende Bürgerstiftungen dienen.

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2. Kapitel: Dachorganisationen: Der Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. und die Initiative Bürgerstiftungen; Die „10-Merkmale der Bürgerstiftung“

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Die Gründung bzw. das Bestehen von Organisationen und Projekten zur Förde- rung von Bürgerstiftungen beschleunigt deren Entwicklung enorm.190 Bis zum Gründungsjahr der Initiative Bürgerstiftungen (IBS) verzeichnete die Bewegung nur einen geringen Zuwachs. Von den zwei ersten Bürgerstiftungen in Gütersloh und Hannover aus wuchs die Zahl der Bürgerstiftungen bis ins Jahr 2000 auf 20. Mit Errichtung der IBS wurde ein regelrechter Boom an Neugründungen ausge- löst.191 Als weiteres Beispiel im Bereich des gesamten Stiftungswesens kann die Stadt Frankfurt am Main herangezogen werden. Dort ist die Stiftungsdichte am größten. Auf je 100.000 Einwohner entfallen nahezu 72 Stiftungen.192 Dies ist auch Resultat einer besonders guten Förderung von Stiftern im Stadtgebiet. Übersichtliche Broschüren und Internetauftritte der Stiftungsbehörde machen eine Erstinformation leicht. Die Initiative Frankfurter Stiftungen e.V. und das Referat Bürgerengagement der Stadt Frankfurt am Main unterhalten Datenban- ken, in denen die Stiftungen der Stadt ausführlich über sich, ihre Aktivitäten und Bedürfnisse der Stadt informieren.193 Aufkeimendem bürgerschaftlichem Enga- gement wird so der Boden geliefert, um zu gedeihen. Auf der anderen Seite lässt sich die Stadt Leipzig als Negativbeispiel heranziehen. Bei der Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen „Wie gut sind Deutschlands Stiftungs- aufsichten?“194 im Jahr 2007 belegte sie in Sachen Gründungsberatung weit 190 Sacks, Geschichte, Entwicklung und Merkmale von Bürgerstiftungen im internationalen Ver- gleich, in: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Handbuch Bürgerstiftungen, S. 27, 34. 191 Siehe Entwicklungsdaten, S. 24. 192 Bundesverband Deutscher Stiftungen...

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