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Modernhebräisch und Deutsch

Kontrastive Analyse der Prosodie in interkulturellen Kommunikationssituationen

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Marit Fiedler

Modernhebräisch und Deutsch wurden bislang in keiner Studie kontrastiv analysiert: und das, obwohl die Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden – Israel und Deutschland –, durch eine tragische, aber auch fruchtbringende Vergangenheit miteinander verbunden sind. Ziel der Arbeit war es daher, erstens das Modernhebräische soziolinguistisch, genetisch und typologisch zu beschreiben. Zweitens galt es, die prosodischen Merkmale dieser Sprache im Vergleich zum Deutschen zu erörtern. Schließlich wurden drittens empirisch die prosodischen Auffälligkeiten modernhebräischer Muttersprachler im Deutschen analysiert. Methodisch lag dabei der Schwerpunkt auf auditiven Analysen sowie auf Methoden der Feldforschung, der Soziolinguistik und der Gesprächsanalyse.

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5 Zur Phonetik und Phonologie des Modernhebräischen

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In den ersten 30 Jahren nach der israelischen Staatsgründung 1948 und der da­ mit verbundenen Festlegung auf das Modernhebräische als offizielle Amtsspra­ che gab es einen enormen Anstieg linguistischer Publikationen in Bezug auf die­ se Sprache. Intensive Grundlagenforschungen und eine Vielzahl umfassender Publikationen, die sie in ihrer Gesamtheit beschreiben und analysieren, sind bis Ende der 1970er Jahre veröffentlicht worden. Seit Mitte der 1980er Jahre ist eine Zunahme an Forschungspublikationen zu verzeichnen, die zu einem Großteil spezielle linguistische Phänomene beschreiben. Der theoretische Rahmen der meisten prosodischen Forschungen sind nicht-lineare Phonologietheorien wie autosegmentale Phonologie, metrische Phonologie und Optimalitätstheorie. Vor­ dergründiges Ziel dieser Studien ist das Erkennen von Tiefenstrukturen und G e­ setzmäßigkeiten sowie deren Modellierung und nicht die Analyse des Zusam­ menhangs zwischen Form und Funktion (Ladd/Cutler 1983). Die eben formulierte Forschungslage betrifft hauptsächlich die analysierte Lite­ ratur aus dem englischsprachigen Raum. Es fehlen aktuelle Veröffentlichungen vor allem zur Gesamtheit der phonologischen Merkmale des Modernhebräi­ schen. Lediglich ein Grundlagenwerk zur Phonologie und Phonetik der Sprache (Laufer 1992) ist vorhanden, das auch an den Universitäten eingesetzt wird. Darüber hinaus gibt es eine weitere Abhandlung desselben Autors zur Intonation des Modernhebräischen (Laufer 1987). Diese Darstellungen sind teilweise über 20 Jahre alt und bedürfen der Überarbeitung und Aktualisierung. Da aber keine aktuelleren Beschreibungen der Segmentalia und der Prosodie des Modernhe­ bräischen in gleichwertigem Umfang vorliegen, sind sie in die Analyse einzube­ ziehen. Zunächst werden die Segmentalia, als Grundlage...

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