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Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten

Adaption – Hybridisierung – Intermedialität – Konvergenz

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Gina Weinkauff, Ute Dettmar, Thomas Möbius and Ingrid Tomkowiak

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.

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Das Handy als literarische Einstiegsdroge? Handyliteratur im deutschsprachigen Raum (Elisabeth Hollerweger und Angelina Probst)

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Das Handy als literarische Einstiegsdroge? Handyliteratur im deutschsprachigen Raum Elisabeth Hollerweger und Angelina Probst Handymania und Literatur „Es ist als habe eine Handymania unsere Kultur erfasst“, konstatiert Günter Burkhart in seinem Buch Handymania. Wie das Mobiltelefon unser Leben ver- ändert hat und führt weiter aus: „Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten des Ge- rätes vielfältig und sie hängen nicht nur von der technischen Entwicklung ab, sondern genauso oder vielleicht noch mehr von den kulturellen Bedeutungszu- schreibungen.“ (Burkart 2007, S.10f.). Dass diese kulturellen Bedeutungszuschreibungen sich nicht nur auf inno- vative handyspezifische Möglichkeiten beschränken, sondern sich insbesondere bei einer jugendlichen Zielgruppe auch auf Produktion, Distribution und Rezep- tion tradierter Medien wie Literatur auswirken können, hat sich in Japan bereits im Jahr 2000 in Form eines regelrechten Handyroman-Booms gezeigt. Während Handyromane dort seit der Deep-Love-Reihe als eigenständige Sparte der Gegenwartsliteratur, als Leseförderungsinstrument und als For- schungsfeld anerkannt sind und auch Handyliteratur-Projekte in Südafrika be- achtliche Erfolge feiern konnten, ist die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Handyliteratur im deutschsprachigen Raum bislang ausgeblieben. In Anbe- tracht aktueller Medienentwicklungen und -trends wie dem Siegeszug der viel umfassendere Möglichkeiten eröffnenden Smartphones und Tablets scheint sich das Thema inzwischen auch zu erübrigen. Wenn der vorliegende Beitrag sich dennoch mit Facetten von Handyliteratur im deutschsprachigen Raum auseinandersetzt, dann vor allem deshalb, um vor dem Hintergrund der japanischen Erfolgsgeschichte erstmals verschiedene unter dem Begriff Handyliteratur subsumierte Phänomene zu systematisieren, spezifi- sche Narrationsformen herauszuarbeiten, den...

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