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Stadtdispositive der französischen Literatur

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Sven Thorsten Kilian

Dispositive zeichnen sich aus durch einen phantasmatischen und affektorientierten Bezug, den das Subjekt zu ihnen herstellt und in dem es sich konstituiert. Dispositive stellen das Movens zur Verfügung, das zur immer neuen Aktualisierung dieses Bezugs verführt. Paris, Berlin, Charleroi – die Beiträge dieses Bandes lassen die Stadt als Dispositiv der Literatur zutage treten. Sie verhandeln dessen Hybridität und Heterogenität, sie reflektieren es als Produktions- und Rezeptionsstätte von Literatur, Philosophie und Kritik. Schriftsteller erfinden und zerstören Städte. Ihre Texte sind auch dort städtisch, wo gar nicht von der Stadt gesprochen wird. Die Stadt als Dispositiv manifestiert sich auch als Non-Dit des literarischen und philosophischen Diskurses.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ................................................................................. vii 1. Faszination, Gesellschaftskritik, Utopie und Zeichenüberschuss: Die Stadt als Dispositiv der literarischen Moderne (1859––1932) André Weber Die Stadt und der Nebel. Zur ästhetischen Funktion eines Bildgefüges in Les sept vieillards von Charles Baudelaire ................ 3 Inga Baumann Ce sont des villes! Die symbolistische Stadtwahrnehmung zwischen Schock und Utopie. (Baudelaire, Verlaine, Verhaeren, Rimbaud) ............................................................ 19 Judith Stein Die Stadt als Mörderin. Germinie Lacerteux (1865) von Edmond und Jules de Goncourt ................................................ 51 Thomas Edeling Der Städter als Treibgut. Urbane Passivität in Julien Greens Épaves ... 69 2. Die Stadt als Dispositiv des Affekts, des cafard und der philosophischen Geste Sven Thorsten Kilian Montaigne in der Stadt. Imagination zwischen otium und migratio in „„De la vanité““ (III, 9) ........................................ 83 Luca Viglialoro Die Erfahrung des cafard. Versuch über das dekadente Schreiben bei Cioran .......................................................................... 101 vi Inhalt Helena Reschucha Die Stadt als Bedingung der Philosophie. Alain Badious Philosophie und ihr Bezug zur Stadt .......................................... 117 3. Wahrnehmung, Darstellung und Fiktion der Stadt (1939––2011) Anne Kraume Von Oran nach Marseille. Stadt und Wüste bei Albert Camus und Jean-Marie Gustave Le Clézio ................................... 135 Antonella Ippolito ,Millions de trajectoires, une étincelle‘‘. Paris als fiktionaler Raum im Erzählwerk von Delphine de Vigan ............................... 157 Valérie Michelet Jacquod Penser l’’ « après » : Le roman berlinois contemporain dans les littératures française et francophone (1989––2011) ...................... 175 Zu den Autorinnen und Autoren ...................................................... 191 Index nominum .......................................................................... 195

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