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Der Auslandsschutz deutscher Staatsangehöriger bei Entführungen

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Christian Kokew

Immer häufiger werden deutsche Staatsangehörige im Ausland Opfer von Entführungen. Das wirft die Frage auf, ob und in welchem Umfang die deutsche Staatsgewalt in Entführungsfällen zu Hilfeleistungen verpflichtet ist. In der Öffentlichkeit wurde bereits darüber diskutiert, ob der Staat unter bestimmten Voraussetzungen sogar jegliche Hilfe ablehnen kann, z. B. wenn Touristen sich leichtsinnig in die Gefahr einer Entführung begeben haben. In diesem Zusammenhang ist auch zu klären, welche Mittel der Staatsgewalt zur Rettung eines im Ausland Entführten zur Verfügung stehen und unter welchen Bedingungen sich die aus einer Notlage Befreiten an den Kosten der Rettung zu beteiligen haben. Der Verfasser zieht zur Beantwortung dieser Fragen insbesondere das Völkerrecht, das Unionsrecht, das deutsche Verfassungsrecht und das Konsulargesetz als rechtliche Maßstäbe heran.

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Inhalt

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Abkürzungsverzeichnis ............................................................................ XXIII Einleitung ................................................................................................... 1 A. Einführung in die Thematik ................................................................ 1 B. Ziel und Gang der Untersuchung ......................................................... 2 C. Aktualität der Fragestellungen ............................................................. 6 Teil 1: Anspruch des im Ausland entführten deutschen Staatsangehörigen auf Befreiung gegen die deutsche Staatsgewalt? ................................................................... 9 A. Begriffliche Vorabfestlegung ............................................................... 9 I. Das Institut des Auslandsschutzes .............................................. 9 II. Begriffliche Einordnung von Befreiungsmaßnahmen ................ 12 III. Terminologische Unterschiede .................................................... 15 B. Europarechtliche Ebene ....................................................................... 16 I. Art. 23 AEUV ............................................................................ 17 II. Art. 20 Abs. 2 S. 2 lit. c) AEUV ................................................. 18 III. Art. 46 GRCh .............................................................................. 19 C. Völkerrechtliche Ebene ........................................................................ 20 I. Kein Anspruch auf Befreiung aus dem Völkerrecht ................... 20 1. Das staatliche Recht zur Gewährung von Auslandsschutz .... 21 a) Das staatliche Recht zum konsularischen Schutz ............. 24 b) Konsularischer Schutz und die nationality rule ................ 26 c) Zwischenergebnis .............................................................. 27 2. Kein Rechtsanspruch ............................................................. 27 a) Keine Pflicht zum konsularischen Schutz kraft Völkervertragsrecht .......................................................... 29 aa) Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen ............................................... 30 bb) Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte ......................................................... 31 Inhalt X Inhalt cc) Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten .................. 31 dd) Das Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen ........................................ 34 (1) Die Ansicht von Bloß ........................................... 34 (2) Die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs zu Art. 36 Abs. 1 lit. b) WÜK ......... 36 ee) Das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen ........................................ 37 ff) Ergebnis: keine völkerrechtliche Pflicht ..................... 37 b) Keine Pflicht zum konsularischen Schutz kraft Völkergewohnheitsrecht ........................................... 37 3. Zusammenfassung und Ausblick ........................................... 39 4. Ergebnis: Kein völkerrechtlicher Anspruch...

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