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An den Anfängen der serbischen Philologie- Na počecima srpske filologije

"Salo debeloga jera libo azbukoprotres</I> von Sava Mrkalj (1810-2010)- "Salo debeloga jera libo azbukoprotres</I> Save Mrkalja (1810-2010)

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Edited By Gordana Ilic Markovic, Anna Kretschmer and Milos Okuka

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit dem sogenannten Slawenoserbischen, der Schriftsprache der Serben im späten 18. und in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, sowie mit dem Werk, Leben und Zeitalter des Sprachreformers Sava Mrkalj, dessen programmatischer Text Salo debeloga jera libo azbukoprotres vor 200 Jahren veröffentlicht wurde. In diesem Kontext werden verschiedene Aspekte der Epoche, ihres Kulturparadigmas und der damaligen Schriftsprache behandelt. Einen weiteren thematischen Strang stellen die Arbeiten dar, die sich mit der Poetik, Rhetorik und den literarischen Richtungen des serbischen Schrifttums beschäftigen. Ein dritter Schwerpunkt gilt der beginnenden philologischen Arbeit, deren Anliegen die Schaffung einer Schrift- und Literatursprache für das serbische Sozium war, das sich in dem Übergang von der alten Kulturtradition und dem Lebensparadigma der Orthodoxen Slavia hin in die europäische Neuzeit befand.

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VORWORT DER HERAUSGEBER

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Die Arbeiten dieses Sammelbandes basieren auf Referaten, die auf der in- ternationalen slawistischen Fachkonferenz am 26. und 27. November 2010 am Institut für Slawistik der Universität Wien gehalten wurden. Diese Tagung war der Phase der serbischen Sprachwissenschaft und Philologie gewidmet, die üb- licherweise in der Serbistik und Slawistik als slawenoserbische Phase bezeich- net wird. Das slawenoserbische Schrifttum entstand bei den Serben, die sich nach der Großen Wanderung auf dem Gebiet des Habsburgerreiches niedergelassen hatten. Es ist wohl bekannt, dass Vuk Karadžić ein erklärter Gegner des slawe- noserbischen Modells der serbischen Standardsprache war. Nach der Durch- setzung seines Modells wurde die slawenoserbische schriftliche Tradition marginalisiert. Sie wurde als prinzipiell fehlerhaft betrachtet – und war damit zum Misserfolg verurteilt. Eine solche Einschätzung beruht allerdings nicht auf gesicherten Daten oder Ergebnissen einer umfassenden Auswertung des überlie- ferten Textkorpus der slawenoserbischen Autoren. Nach gut einem Jahrhundert solcher Marginalisierung, begann um 1960 Aleksandar Mladenović als erster mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des slawenoserbischen Schrifttums. Zusammen mit seinen Mitstreitern und Kollegen ist es ihm gelungen, dieses Schrifttum aus dem Dunkel der Vergessenheit zurückzuholen und ihm seinen Platz in der Geschichte der serbischen Literatursprache zuzuweisen. Trotz der erfreulichen Erfolge bei der Erforschung des Slawenoserbischen in den ver- gangenen Jahrzehnten ist dieses bedeutsame Erbe der serbischen Sprach- und Kulturgeschichte bis heute nur unzureichend erforscht und aufgearbeitet. Die Fachtagung in Wien war dem 200. Jubiläum der Herausgabe des Sprachmanifestes Сало дебелога јера либо азбукопротрес (Budim 1810) von Sava Mrkalj (1783–1833) gewidmet. In diesem weiten Kontext wurden auch...

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