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Jahresabschlussanalyse und Bilanzpolitik von Schaden-/Unfallversicherern

Änderungen aufgrund von IFRS 4 Phase II Insurance Contracts: ED/2010/8

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Benjamin Asche

Die stetigen Weiterentwicklungen der IFRS spiegeln sich in Form des IASB-Projektes zu IFRS 4 Insurance Contracts auch in der Bilanzierung von Versicherungsverträgen wider. Am 30. Juli 2010 wurde mit ED/2010/8 hierzu ein Exposure Draft veröffentlicht. Dieser enthält mit dem building block approach deutliche Änderungen hinsichtlich der bisherigen Ausweis- und Bewertungsvorschriften. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des ED/2010/8 auf die Anwendbarkeit und Aussagekraft wesentlicher Kennzahlen von Schaden- bzw. Unfallversicherern. Darauf aufbauend werden neue Kennzahlen entwickelt, die unter dem ED/2010/8 zur Anwendung kommen könnten. Abschließend erfolgt zudem ein Vergleich des IASB-Projekts mit den künftigen aufsichtsrechtlichen Vorschriften zu Solvency II.

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7. Exposure Draft IFRS 4 Phase II undSolvency II

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237 7. Exposure Draft IFRS 4 Phase II und Solvency II In diesem Kapitel sollen die wesentlichen Bezugspunkte des IASB-Projekts zu Insurance Contracts und die vom Europäischen Parlament und Rat betreffend die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und Rückversicherungstätig- keit, nachfolgend kurz als Solvency II bezeichnet, erlassene Richtlinie dargestellt werden. So enthält auch Solvency II für die Bestimmung der Eigenmittel Vor- schriften zur Rückstellungsbewertung. Ein wesentlicher Teil der Basiseigenmit- tel stellt der Überschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten dar.1150 Dabei definiert Solvency II die Rückstellungen wie folgt: „Der Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen entspricht dem aktuellen Betrag, den Versicherungs- oder Rückversicherungsunternehmen zahlen müssten, wenn sie ihre Versicherungs- und Rückversicherungsverpflichtungen unverzüglich auf ein anderes Versi- cherungs- oder Rückversicherungsunternehmen übertragen würden.“1151 Es wird unter Solvency II entsprechend auf den Current Exit Value abge- stellt.1152, 1153 Unter dem ED zu IFRS 4 stellt – durch die Definition der Risiko- marge – der Rückstellungswert einen Betrag dar, den der Versicherer maximal unter rationalen Gesichtspunkten zahlen würde, um sich von dem Risiko des Versicherungsportfolios zu befreien.1154 Während Solvency II von einem seitens Dritter geforderten Wert ausgeht, stellt das IASB auf einen vom Verkäufer maxi- mal zu zahlenden Betrag ab. Dementsprechend verlangt Solvency II bei der Rückstellungsbewertung eine Marktkonsistenz1155, während das IASB von der Nutzung von Marktvariablen hinsichtlich unternehmensinterner Daten absieht1156, jedoch auch eine Konsistenz zu diesen aufweisen muss. Entsprechend schreibt Solvency II die Nutzung von...

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