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Translationswissenschaftliches Kolloquium II

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kühle and Michael Schreiber

Nach dem Erscheinen des Bandes Translationswissenschaftliches Kolloquium I (2009) geht die Veröffentlichung von Beiträgen zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft in die zweite Runde. Die Beiträge dieses Bandes basieren wiederum auf Vorträgen, die am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln sowie am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim gehalten wurden. Der Band ist den folgenden Rahmenthemen gewidmet: Translation und Philosophie, Community Interpreting: Dolmetschen im medizinisch-sozialen Bereich, Translationstechnologien, korpusbasierte Translationswissenschaft sowie multimediale Übersetzung.

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Franz Pöchhacker: Dolmetschen im Gesundheitswesen: Entwicklung und Stand der Forschung

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167 Franz Pöchhacker Dolmetschen im Gesundheitswesen: Entwicklung und Stand der Forschung 1 Einleitung Die Dolmetschwissenschaft wird im deutschsprachigen Raum seit den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als solche benannt (z.B. Kapp 1974), doch war die Wissenschaft vom Dolmetschen ursprünglich auf das Praxisfeld von internationalen Konferenzen und Organisationen beschränkt. Erst in den letzten Jahrzehnten sind auch andere Tätigkeitsbereiche von DolmetscherInnen in den Blickpunkt gerückt, wobei neben dem schon länger etablierten Gerichts- dolmetschen dem Dolmetschen im Gesundheitswesen besondere Bedeutung zu- kommt. Was man somit in der Dolmetschwissenschaft als Perspektivenwechsel – oder besser: Horizonterweiterung – bezeichnen kann, ist freilich in veränderten Gegebenheiten der gesellschaftlichen Praxis begründet. Im vorliegenden Aufsatz soll deshalb zuerst die Entwicklung des Dolmetschens im Gesundheitswesen als Praxisfeld skizziert werden, bevor gemäß der im Titel formulierten Zielsetzung die Entwicklung und der Stand der Forschung zu diesem Phänomenbereich be- handelt wird. Angesichts der Fülle und Vielfalt der einschlägigen Literatur wäre es unmöglich, die einzelnen Arbeiten als solche zu referieren. Es geht vielmehr um eine Überblicksdarstellung, in der ein Profil der thematischen Schwerpunkte und theoretischen Herangehensweisen gezeichnet werden soll. Auch im Falle der Entwicklung der Praxis ist keine erschöpfende Darstellung möglich, sodass der Schwerpunkt auf ausgewählten Ländern und Szenarien liegen muss. Dass die Situation in Österreich dabei relativ ausführlich zur Sprache kommt, hat dabei weniger mit internationaler Relevanz zu tun als mit der Tatsache, dass anhand dieses relativ überschaubaren Szenarios die zugrunde liegende Problematik der...

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