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Völkerrechtliches und nationales Schifffahrtsrecht

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Eva Marie Lischka

Die Arbeit analysiert die Rechte und Pflichten der Schifffahrt in den verschiedenen Seezonen. Dürfen alle Schiffe (auch Kriegs- und Staatsschiffe) die einzelnen Seezonen durchfahren oder gelten bestimmte Rechte nur für Handelsschiffe? Welche Vorschriften haben die Schiffe in den einzelnen Seezonen zu beachten und welche Probleme tauchen in der Praxis regelmäßig auf? Ferner werden aktuelle Probleme, wie die massive Ausweitung der Piraterie und die stetige Zunahme der Ausflaggung von Handelsschiffen in sogenannte «offene Register» zum Zwecke der Kostenersparnis besprochen und Lösungsansätze hierzu aufgezeigt. Die Themen werden in völkerrechtlicher Hinsicht an Hand des Seerechtsübereinkommens durchleuchtet sowie deren Umsetzung in das deutsche Recht herausgearbeitet.

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F. Die Ausschließliche Wirtschaftszone (“The Exclusive EconomicZone”)

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186 F. Die Ausschließliche Wirtschaftszone (“The Exclusive Economic Zone”) I. Allgemeines Die Ausschließliche Wirtschaftszone liegt gemäß Art. 55 SRÜ865 zwischen dem Küstenmeer eines Staates und der Hohen See und kann sich mit einer Breite bis zu 200 sm von den Basislinien erstrecken (Art. 57 SRÜ)866. Der Sinn und Zweck und vor allem der große Vorteil der Ausschließlichen Wirtschaftszone besteht in dem Recht der Küstenstaaten, in diesem der Küste vorgelagerten Gebiet Nut- zungsvorrechte beanspruchen zu können867. Um diese Vorrechte jedoch nutzen zu können, muss der Küstenstaat eine Ausschließliche Wirtschaftszone aus- drücklich proklamieren868, sie existiert nicht ipso facto869. 865 Hasselmann, Die Freiheit der Handelsschiffahrt, S. 128; Proelß, in: Vitzthum, Handbuch des Seerechts, Kapitel 3 Rn. 273. Nicht Gegenstand dieser Arbeit ist der Festlandsockel, da es bei diesem vornehmlich um die Ausbeutung von Ressourcen und nicht um Belange der Schifffahrt geht. 866 Inseln werden hier gemäß Art. 121 Abs. 2 SRÜ grundsätzlich wie Landgebiete behan- delt. Dies führt dazu, dass jedes Gebiet, das über ein Küstenmeer verfügt, auch den An- knüpfungspunkt für die Proklamation einer Ausschließlichen Wirtschaftszone darstellen kann, vgl.: Proelß, in: Vitzthum, Handbuch des Seerechts, Kapitel 3 Rn. 222. 867 Gloria, in: Ipsen, Völkerrecht, § 53 Rn. 1; Hasselmann, Die Freiheit der Handelsschif- fahrt, S. 128; O’Connell, The International Law of the Sea, Vol. I, S. 553. 868 Dies entspricht mittlerweile wohl der h. M., siehe hierzu: Gloria, in: Ipsen, V...

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