Show Less

Regionale wirtschaftliche Integration und die Europäische Union

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit den Staaten des westlichen Balkans

Series:

Tobias Wagner

Der regionalen wirtschaftlichen Integration kommt in der Europäischen Union ein besonders hoher Stellenwert zu. Die EU selbst gilt als Musterbeispiel einer regionalen Integrationszone. Aber auch in ihren Außenbeziehungen ist sie treibende Kraft beim Abschluss von regionalen Handelsabkommen. Diese Arbeit betrachtet deshalb das internationale Phänomen der regionalen wirtschaftlichen Integration aus einer primär europäischen Perspektive. Es stellt sich etwa die Frage nach den Vertragsschlusskompetenzen der EU im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten. Des Weiteren behandelt die Arbeit die Einbeziehung nichtökonomischer Bestimmungen in regionale Handelsabkommen der EU. Als Beispiel aktueller Integrationsbestrebungen werden die Beziehungen der Union zu den Staaten des westlichen Balkans untersucht.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Zusammenfassung der Ergebnisse und Thesen

Extract

Die im Verlaufe dieser Arbeit gewonnenen Ergebnisse werden im Folgenden unter Hervorhebung der zehn wichtigsten Thesen zusammengefasst. Einleitung • Regionale wirtschaftliche Integration ist nicht ausschließlich ein Phänomen der jüngeren Geschichte. In den letzten beiden Jahrzehnten erfuhr sie jedoch eine rasante Entwicklung. • Der Begriff der regionalen wirtschaftlichen Integration umschreibt die wirt- schaftliche Zusammenarbeit, Koordinierung und präferenzielle Behandlung innerhalb eines begrenzten Teilnehmerkreises bei gleichzeitiger Aufrechter- haltung der Hemmnisse gegenüber außerhalb der Integration befindlichen Staaten. Trotz anderweitiger Auslegungsmöglichkeiten werden hier lediglich solche Abkommen in die Untersuchung einbezogen, welche zumindest präfe- renzielle Zollvorteile gewähren. Zur Bezeichnung dieser Abkommen werden insbesondere die Begriffe Regionale Handelsabkommen sowie Präferenzab- kommen verwendet. Teil 1: Die Grundlagen des Phänomens der regionalen wirtschaftlichen Integration • Die Herausbildung regionaler Handelsvereinbarungen geht zurück auf das frühe 19. Jahrhundert. Die zweite Hochphase der regionalen wirtschaftlichen Integration begann erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Entste- hung der neuesten Generation Regionaler Handelsabkommen kann in den frühen 1990er Jahren angesetzt werden. • Im Laufe der Zeit ist eine deutliche inhaltliche Entwicklung auszumachen. Insbesondere verliert die Reduktion von Zöllen zunehmend an Bedeutung. • Es existieren mannigfaltige Gründe für den Abschluss regionaler Präferenz- abkommen. Neben politischen Motivationen zur Schaffung eines stabilen und friedlichen Umfeldes – im Falle der EU unter Umständen auch in Vorberei- tung eines Beitrittes – spielt die Nutzung von Handelspräferenzen als Ent- wicklungselement eine bedeutende Rolle. Die Verfolgung regionaler Ansätze steht außerdem in engem Zusammenhang mit der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.