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Fragen der Phraseologie, Lexikologie und Syntax

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Edited By Hanna Biadun-Grabarek

In diesem Buch werden vorläufige Ergebnisse der Sprichwortforschung der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Angewandte Linguistik und Translatorik der Universität Gdańsk präsentiert. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens werden syntaktische, semantische und pragmatische Aspekte erörtert. Im Zentrum der Analyse stehen deutsche Sprichwörter und Bauernregeln, die mit den polnischen Entsprechungen kontrastiert werden, wobei auch translatorische Probleme angeschnitten werden. Weiterhin enthalten ist ein Beitrag über Tiernamen als Komponenten der Bildlichkeit in Phraseologismen, sowie zwei Beiträge, die sich mit der Valenzforschung und dem Schicksal der DDR-spezifischen Lexik in den polnischen Lehrbüchern der deutschen Sprache aus der Zeit kurz nach der Wende befassen.

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Hanna Biadun-Grabarek (Gdansk): Einige Aspekte der Wiedergabe deutscher Sprichwörter im Polnischen am Beispiel ausgewählter Sprichwörter mit dem Tiernamen Esel

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Einige Aspekte der Wiedergabe deutscher Sprichwörter im Polnischen am Beispiel ausgewählter Sprichwörter mit dem Tiernamen Esel Hanna Biadu-Grabarek (Gdask) Nach Wolfgang Mieder ist das Sprichwort "ein allgemein bekannter, fest ge- prägter Satz, der eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter kurzer Form aus- drückt" (zit. nach Sprichwort in: wikipedia.de,). Es hat also eine stabile Form, die von den Sagwörtern (Wellerismen) und Antisprichwörtern abgesehen nicht erweitert werden kann, und es wird oft durch den Stab- oder Endreim gefestigt. Auf der inhaltlichen Ebene charakterisieren sich die Sprichwörter durch fol- gende Merkmale: - sie haben wörtliche (Bedeutetes) und metaphorische Bedeutung (Sinn, Gemeintes) (vgl. von Polenz 1988: 298-302), wobei das Gemeinte wichti- ger ist als die wörtliche Bedeutung; - sie zeichnen sich durch Bildhaftigkeit aus, wozu u.a. die prägnante Form beiträgt. Sprichwörter sind belehrende Sprüche und zugleich generalisierende Feststel- lungen. Sie enthalten u.a.: - sozialkritische Feststellungen: Der eine pflanzt den Baum, der andere isst die Pflaum. Der eine sät, der andere erntet. - philosophische Gedanken/Ideen: Der Krieg zerstört, der Friede ernährt. Guter Ruf ist Goldes wert. An der Frucht erkennt man den Baum. - Verhaltensregeln/-normen und Kritik der Verhaltensweise: Wenn die Sau gebadet hat, legt sie sich wieder in den Dreck. Niemand kann in eigener Sache Richter sein. Danken kostet nichts und gefällt Gott und Menschen. - Wetterinformationen: Schneit´s im Oktober gleich, dann wird der Winter weich. Dezember kalt mit Schnee gibt Korn auf jeder...

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