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Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?

Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik in Regensburg (15.-18. Juni 2011)

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Edited By Julia Blandfort, Magdalena Silvia Mancas and Evelyn Wiesinger

Die Beiträge zum XXVII. Forum Junge Romanistik «Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?» führen die Schriftenreihe Forum Junge Romanistik, die seit 2012 im Peter Lang Verlag erscheint, fort. Im Spannungsfeld zwischen Fremdem und Eigenem, Anpassung und Abgrenzung, spielen Minderheiten im gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs aktuell eine große Rolle. Dieser Tendenz folgt dieser Band aus einer romanistischen Perspektive. In zwei Themenblöcken beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren aus den romanistischen Disziplinen der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft ebenso wie der Fachdidaktik mit dem Thema Minderheiten. Das erste Themenfeld «Identitäten der Fremde – Fremde Identitäten» widmet sich den Zusammenhängen zwischen Identität, Kultur und Sprache sowie kollektiver und individueller Minderheitenerfahrung. Im zweiten Teil des Bandes «Migrationen: Minderheiten zwischen Annäherung und Abgrenzung» liegt der Schwerpunkt auf Minderheitenkonstellationen, die durch Migration entstanden sind. Untersucht werden neben poetologischen und ästhetischen Fragestellungen auch (sozio-)linguistische Konsequenzen von Migration.

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1981-2011: 30 Jahre Forum Junge Romanistik: Marina Ortrud M. Hertrampf (Passau / Regensburg)

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35 1981-2011: 30 Jahre Forum Junge Romanistik Marina Ortrud M. Hertrampf (Passau / Regensburg) Das Forum Junge Romanistik – (k)eine Minderheit?! „Minderheit(en): Fremd? Anders? Gleich?“ so das Rahmenthema des 27. Forums Junge Romanistik. Wenn junge Romanisten aus der gesamten deutschsprachigen Romanistik zusammentreffen, um über Minderheiten zu diskutieren, dann tun sie dies freilich aus dem Blickwinkel der Min- derheitenforschung. Dennoch sei die – zugegeben etwas provokante – Frage erlaubt, ob dabei nicht auch über die eigene Situation in Gesell- schaft und akademischer Landschaft reflektiert wird. Der Eindruck, die Romanistik sei eine Minderheit stellt sich immer dann schnell ein, wenn man von Fachfremden oder Laien gefragt wird, in welchem Bereich man denn arbeite. Auf die Antwort, man sei Romanist, erntet man vielfach verdutzte Blicke. Ist ein Romanist ein Spezialist der Romanik oder gar der Romantik oder handelt es sich etwa um einen Fachmann über die Stadt Rom? Der Begriff ,Romanistik‘ ist der Mehrheit der Bevölkerung fremd. Romanisten scheinen in solchen Momenten tatsächlich eine ge- sellschaftliche Minderheit darzustellen. Innerhalb der akademischen Welt unterscheiden sich jedoch (gerade) die (jungen und jüngeren) Romanis- ten kaum von Forschern anderer Disziplinen: Gleich bzw. vergleichbar sind etwa die mitunter äußerst prekären Arbeitsbedingungen sowie die ‚Normalität‘ befristeter Arbeitsverträge. Wie auch in anderen Fachberei- chen deutscher Hochschulen und Universitäten wird der Löwenanteil der akademischen Lehre vom Mittelbau bewältigt, der vielfach (nicht ganz korrekt) auch als wissenschaftlicher Nachwuchs betitelt wird. In- nerhalb der Fachwelt stellt der (romanistische) Mittelbau also alles ande- re...

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