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Internationale Studien zur Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft

Teil 1 und Teil 2

Edited By Karl von Hardach

Wirtschafts- und Sozialhistoriker – gut eine halbe Hundertschaft aus zwölf Ländern – bieten einen bunten Strauß ihrer akademischen Arbeiten von der Antike bis zur Gegenwart. Zu Worte kommen Professoren und Praktiker (Anwälte und Archivare, Beamte und Bankiers, Gymnasiallehrer und Geschäftsleute – alle mit einem Herzen für die Historie). Sie bieten Einblicke in die Breite und Tiefe wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Untersuchungen und belegen Methodenvielfalt und Darstellungsmannigfaltigkeit wie sie heute weltweit praktiziert werden. Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.

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Marktwirtschaft im kaiserlichen Deutschland. Ein Essay zu der Frage, ob die kaiserliche Marktwirtschaft Muster für die Gegenwart sein kann: Ehrhardt Bödecker

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49 Marktwirtschaft im kaiserlichen Deutschland Ein Essay zu der Frage, ob die kaiserliche Marktwirtschaft Muster für die Gegenwart sein kann Ehrhardt Bödecker In den zurückliegenden 66 Jahren haben Politik, Wissenschaft, Schulen und Medien die deutsche Geschichte weitgehend auf die Zeit des Nationalsozialismus verkürzt. Die vorangegangenen geschichtlichen Ereignisse wurden im Rahmen einer Kontinuitätsideologie als Vorläufer zu der NS-Zeit betrachtet, Fakten und Zahlen wurden unterdrückt, so daß sich ein falsches Bild von der deutschen Geschichte in Schulen und Medien verfestigte. Es kann jedoch kein Zweifel daran bestehen, daß der Höhepunkt unserer jünge- ren deutschen Geschichte das von 1871-1918 bestehende „Deutsche Kaiserreich“ war. Mit Hilfe des gut dokumentierten Zahlenmaterials kann diese Einschätzung auch begründet werden. Nach Jahrhunderten der Zersplitterung und Teilung Deutschlands, mindestens seit dem Westfälischen Frieden 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, erlangte endlich auch Deutschland unter Führung Preußens im Jahre 1871 seine staatliche Einheit. Die Teilung Deutschlands in viele Einzelstaaten war seit 1648 das unveränderte Ziel der französischen Politik. 25 Städte und Länder mußten 1871 zu einem einheitlichen Staat zusammengeführt werden. 1866 hatten einige Länder noch gegeneinander gekämpft. Sie waren an Selbständigkeit gewöhnt. Jetzt mußten sie sich anpassen. Die Überwindung der zum Teil recht heftigen politischen und landsmannschaftlichen Gegensätze in Deutschland forderte die kaiserliche Regie- rung zu beträchtlichen Anstrengungen heraus. Zu nennen wären in erster Linie: – Die Gegensätze von Protestanten...

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