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Kölner Konferenz zur Fachtextübersetzung (2010)

Edited By Monika Krein-Kühle, Ursula Wienen and Ralph Krüger

Dieser Band versammelt die Beiträge der Kölner Konferenz zur Fachtextübersetzung, die am 21. und 22. Oktober 2010 am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln stattfand. Die Beiträge spiegeln die aktuellen Forschungsinteressen der Fachtextübersetzung in folgenden Rahmenthemen wider: naturwissenschaftlich-technische Übersetzung, Übersetzungstechnologie, Schnittstellen zwischen Fachsprache und Fachkommunikation, Gemeinsprache und Literatur, Probleme der Rechtsübersetzung sowie besondere Einzelaspekte der Fachtextübersetzung.

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2. Schnittstelle Fachsprache, Gemeinsprache und Literatur

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Schnittstellen zwischen Fachtext- und Literaturübersetzen: Einige Bemerkungen zum Begriff der Äquivalenz und zur Rolle des Übersetzers Alena Petrova (Innsbruck) 1 Zur Einführung: Fachtext- vs. Literaturübersetzen: Unterschiede und Gemeinsamkeiten Werden FÜ1 und LÜ zueinander in Beziehung gesetzt, so erfolgt meist eine Thematisierung der wesentlichen Unterschiede zwischen Fachtexten und litera- rischen Ausgangstexten, was ein unterschiedliches Herangehen des Übersetzers an diese Texte impliziert. Während Fachtexte nur primäre sprachliche Struktu- ren aufweisen und den Gesetzmäßigkeiten einer bestimmten Textsorte unter- liegen, kommen bei literarischen Texten sekundäre poetische Strukturen hinzu, und die Einmaligkeit dieser Strukturen schließt für alle literarischen Texte gülti- ge Stilistikregeln aus. Dies erfordert unterschiedliche Strategien im Umgang mit bestimmten textuellen Phänomenen, wie z. B. expliziten Wiederholungen oder Mehrdeutigkeit: In Fachtexten können Wiederholungen – je nach aktuellen län- derspezifischen Textsortenkonventionen – durch synonyme Redewendungen ersetzt werden, und Mehrdeutigkeit muss im Dienste einer verbesserten Fach- kommunikation möglichst aufgehoben werden. In literarischen Texten sind sol- che Phänomene dagegen intendiert und müssen im Dienste der Erhaltung der sekundären Struktur des AT im ZT möglichst beibehalten werden. Weitere Unterschiede zwischen FÜ und LÜ liegen im Bereich Berufschancen und Ausbildungsmöglichkeiten. Bis auf vereinzelte Versuche, einen entspre- chenden Studiengang (v. a. in Düsseldorf 1988) oder auch nur einzelne Kurse für LÜ (z. B. an der Humboldt-Universität Berlin, in Bochum, Wien und Inns- bruck) anzubieten, gibt es im deutschsprachigen Raum bisher kaum universitäre Ausbildungsmöglichkeiten für Literaturübersetzer,...

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