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Die Befristung von Arbeitsverhältnissen in Deutschland und Frankreich

Eine rechtsvergleichende Betrachtung

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Martina Büter

Die Autorin unterzieht das deutsche und das französische Befristungsrecht einer rechtsvergleichenden Betrachtung. Sie skizziert zunächst den europarechtlichen Hintergrund des Befristungsrechts beider Länder, insbesondere die Richtlinie 1999/70/EG. Dann befasst sie sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Befristung von Arbeitsverhältnissen in Deutschland und Frankreich. Schwerpunkt der Arbeit ist die Darstellung der Rechtslage in Frankreich und die anschließende rechtsvergleichende Betrachtung. Diese zeigt nicht nur die Probleme im Befristungsrecht beider Länder auf, sondern schärft auch den Blick für die Spielräume, die das deutsche Befristungsrecht den Arbeitsvertragsparteien lässt.

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Schlussbetrachtung

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Am Ende der vorliegenden Arbeit sollen die wichtigsten durch den Rechtsver- gleich gewonnenen Erkenntnisse resümiert werden: Sachliche Gründe für die Befristung eines Arbeitsvertrages sind in § 14 Abs. 1 S. 2 TzBfG beispielhaft1315, in Art. L. 1242-2, -3 und -4 C. trav. abschlie- ßend1316 aufgezählt. Hinzu kommen jeweils vereinzelte spezialgesetzliche Be- fristungsgründe, im deutschen Recht auch ungeschriebene Gründe. Die meisten sachlichen Gründe im deutschen und französischen Recht sind vergleichbar. Ei- ne besondere Regelungsdichte besteht im französischen Recht zur Befristung von Ausbildungs-, Fortbildungs- und Beschäftigungsförderungsverträgen. Hier nimmt der französische Gesetzgeber eine grundlegend andere Haltung ein als die Sozialpartner in der Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge. Letztere ist weit davon entfernt, befristete Arbeit als Instrument der Beschäfti- gungspolitik zu fördern1317. Anders als im deutschen Recht (§ 14 Abs. 2, 2 a, 3 TzBfG) gibt es im französischen Recht keine sachgrundlose Befristung. In bei- den Ländern ist für die Befristungskontrolle der Zeitpunkt der Vereinbarung bzw. des Vertragsschlusses maßgeblich1318. In Frankreich ist, anders als in Deutschland, für den – allein eine Befristung rechtfertigenden – Fall des Vorliegens eines Sachgrundes eine Höchstdauer der Zeitbefristung gesetzlich bestimmt. Abweichend von der Grundfrist des Art. L. 1242-8 C. trav. gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Laufzeiten zeitbe- fristeter Arbeitsverträge. Der zweckbefristete Vertrag hat eine Mindestdauer (Art. L. 1242-7 C. trav.). Im deutschen Recht finden sich Bestimmungen zur Höchstdauer befristeter Arbeitsverträge nur im Hinblick auf die sachgrundlose Befristung (§ 14 Abs....

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