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Erwerb und Schutz des Eigentums an Mobilien im deutschen und schwedischen Recht

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Nils R. Grenda

Die Konzepte des Eigentumstransfers unterscheiden sich im deutschen und schwedischen Recht grundlegend. Im Gegensatz zum deutschen wird das Eigentum im schwedischen Recht funktional betrachtet. Diese Arbeit untersucht, was dies genau beinhaltet und was daraus für den rechtsgeschäftlichen Erwerb und den Schutz des Eigentums an Mobilien folgt. Dazu werden die Voraussetzungen des Eigentumserwerbes in ihrem historischen Kontext herausgearbeitet, gegenübergestellt und verglichen. Darüber hinaus werden für beide Rechtsordnungen die Instrumentarien des Eigentumsschutzes systematisch dargestellt und dahingehend untersucht, ob dem Eigentümer ein vergleichbares Schutzniveau gewährleistet wird.

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Teil 5: Schluss

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279 Teil 5 Schluss Kapitel 12: Bewertung und Ausblick § 1 Bewertung Diese Arbeit hat aufgezeigt, dass zwischen der deutschen und schwedischen Rechtsordnung erhebliche Unterschiede im Hinblick auf Behandlungs- und He- rangehensweise beim Eigentumserwerb und -schutz bestehen. Daneben existie- ren jedoch auch Gemeinsamkeiten. I. Allgemeines Dieser Zwiespalt zwischen Unterschieden und Gemeinsamkeiten hat seine Ursache vor allem darin, dass man sich in Schweden früher stark an der deutschen Rechts- ordnung orientierte, im Laufe des 20. Jahrhunderts aber dazu überging, das Recht eigenständig weiterzuentwickeln.1 Von wesentlicher Bedeutung waren dabei die rechtsphilosophischen Theorien des skandinavischen Realismus und im Besonde- ren der Uppsala-Schule um den Rechtsphilosophen Axel Hägerström.2 Ein weiterer die Unterschiede hervorrufender Faktor war und ist daneben die schwedische Rechtstradition selbst. Das schwedische Recht verfügt in weiten Bereichen über eine fragmentarische Gesetzgebung, die im Zivilrecht andere Schwerpunkte setzt, als man es aus dem deutschen Recht gewohnt ist. Man orientiert sich vor allem daran, welches konkrete Ziel eine Regelung bezweckt und lässt systemati- sche Erwägungen in den Hintergrund treten. So ist das schwedische Zivilrecht anders als das deutsche nicht als deduktives System konzipiert,3 das jeden er- denklichen Fall abdecken soll. Geregelt wird in aller Regel nur das Wesentliche, nämlich die Rechtsfolgen.4 Daneben kommt vor allem der Rechtsprechung die 1 S.o. 45 ff. 2 S.o. 46 ff. 3 Hellner, Metodproblem, 70. 4 S.o. 43 f. 280 Aufgabe zu, die gesetzlich nicht geregelten Rechtsbereiche auszufüllen. Dies führt dazu, dass den Gerichten im Einzelfall ein weitreichenderer Spielraum...

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