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Esskulturen

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Edited By Werner Siebel, Hartmut Salzwedel and Ingeborg Siggelkow

Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich mit den Essensgewohnheiten, die sich bei vielen Menschen durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert sehr verändert haben. So erweitert Susanne Finsterer den Forschungsansatz von Spiekermann, Essen kulturell zu analysieren, um Fragen nach der Qualität des Lebensmittels Wasser und des Wassers in Lebensmitteln. Wasser selbst bedarf des Schutzes gegen Risikofaktoren wie Hormone im Grundwasser aus medizinischen Abwässern, Radioaktivität, Mängel an Abwassertechnik und Hygiene. Zu Indikatoren für Ökologie und Nachhaltigkeit zählen Fische. Ernährungs-Bildung und Fair Trade nehmen an Bedeutung zu. Auf Bleibelastung in Wildfleisch verweist Anja Sorges/NABU. Das Ökodorf ZEGG in Bad Belzig stellt Cordula Andrä vor. Nahrungsmittel im Abfall kommentiert Martin Gsell. Kaffee zu rösten statt zu verbrennen empfiehlt Michaela Kühnapfel. Dagmar Werpup erinnert an alkoholfreie Speisehäuser. Zur Entwicklungsgeschichte von Kantinen schreibt Ingeborg Siggelkow. Hartmut Salzwedel betont, wie dringlich es ist, dass Ingenieure und Sozialwissenschaftler bei der Ver- und Entsorgung von Wasser kooperieren, damit Techniken und Handlungsmuster funktional bleiben.

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Susanne Finsterer: Wasserversorgung und Abwasser. Ausgewählte historische und internationale Beispiele

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95 Susanne Finsterer Wasserversorgung und Abwasser. Ausgewählte historische und internationale Beispiele Inhalt 1 Einleitung 2 Wasserversorgung und Abwasserreinigung. Fallbeispiele Zürich, München, Berlin 3 Rieselfelder und Deponien 4 Nachhaltiger Wasserkreislauf und die begrenzte Wirkung mikrobieller Filtersysteme 5 Internationale Praxis Exkurs: Essbare Fische als Indikatoren für den ökologischen Zustand von Land- schaften 6 Ausblick 7 Literatur Abstract 1 Einleitung Es befindet sich „gutes Wasser nicht immer an der Stelle, an der es verzehrt werden“ soll, wie Karl Wolfgang Evers erinnert. Grabungen, Bohrungen (Brunnen), Regen- wasser und Wasserleitungen sollen Abhilfe schaffen. „Die ältesten Wasserleitungen, die um 3500 v. Chr. entstanden, wurden im Euphrattal entdeckt. Es handelt sich da- bei um offene Halbschalen aus gebranntem Ton. Tausend Jahre später waren im Industal erstmals Wasserleitungsrohre aus gebranntem Ton verlegt worden. Bald danach gab es die ersten Wasserleitungen aus Kupferblech. … Der erste Aquädukt wurde im 7. Jh. v. Chr. von den Assyrern zur Wasserversorgung von Ninive erbaut. Hölzerne Rohrleitungen wurden in Europa ab etwa 300 v. Chr. eingesetzt. Hierzu wurden Baumstämme … ausgehöhlt.“ (Evers 2009, S. 150) Für die Versorgung Kölns mit Eifelwasser setzten die Römer Gussbeton ein. Römische Verteilernetze in Innenstädten bestanden meistens aus Blei – eine Tradition, die in Deutschland bis vor etwa 70 Jahren andauerte. (S. 151) Die Materialien des Leitungssystems verändern die Qualität des Trinkwassers. Die Fragen, ob und inwieweit gesundheitliche Bedenken zu berücksichtigen sind, spielen in den letzten Jahren eine zunehmende Rolle. Über chemische Aspekte hinaus...

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