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Wettbewerbsvorteil durch Innovation und Unternehmertum in angelsächsisch-liberalen und rheinischen Volkswirtschaften

Eine empirisch diskriminatorische Untersuchung von «Varianten des Kapitalismus»

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Dominik Manuel Kögel

Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Frage nach der Existenz unterschiedlicher Wirtschaftsmodelle und ihrer Vor- und Nachteile aktueller denn je. Dabei ist selbst die Existenz von «Varianten des Kapitalismus» wissenschaftlich hoch umstritten. Diese Arbeit will die emotional stark aufgeladene Debatte auf Basis harter Daten und Fakten objektivieren. Mithilfe einer statistischen Methodik, die unter anderem in der Naturwissenschaft verwendet wird, um Spezies in Flora und Fauna zu unterscheiden, zeigen sich systematische Unterschiede zwischen Kapitalismusvarianten, die weit über die «klassischen» Bereiche Sozialstaat und Arbeitsmarkt hinausgehen. Sie betreffen zum Beispiel die Patentspezialisierung (das «Innovationsprofil») von Volkswirtschaften sowie die Rahmenbedingungen für Innovation und Unternehmertum und sind bedeutend genug, um komparativen institutionellen Vorteil für Volkswirtschaften und Wettbewerbsvorteil für Unternehmen zu bewirken.

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1. Varianten des Kapitalismus – Stand der Forschung

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4 Einleitende Bemerkungen Da ein „Mehr“ an Kooperation zwischen Unternehmen in Kapitel 4 nicht nachgewie- sen werden kann, und da der Aspekt Technologietransfer aus Sicht der Innovati- onsökonomik nur einen von vielen potentiell maßgeblichen Faktoren für die Leis- tungsfähigkeit bzw. Ausrichtung von Innovationssystemen darstellt, beleuchtet Kapitel 5 die Frage der Innovation beeinflussenden Faktoren aus Sicht der Innovationsökono- mik. Dazu wird in Kapitel 5.1 eine Systematik entwickelt, nach der sich die Innovati- onsbedingungen auf nationaler Ebene zwischen Volkswirtschaften vergleichen lassen. Dieser Ansatz führt die wesentlichen Aussagen aus der Schumpeter’schen Theorie, der Literatur zur Knowledge Production Function und der Literatur zu Innovationssyste- men zusammen. In Kapitel 5.2 werden auf der Grundlage der innovationsökonomi- schen Literatur für die in Kapitel 5.1 definierten Teilbereiche des Innovationssystems Faktoren identifiziert, welche geeignet scheinen, jenseits der Frage des Technologie- transfers Innovation auf volkswirtschaftlicher Ebene maßgeblich zu beeinflussen. In Kapitel 6 werden diese Faktoren schließlich diskriminatorisch untersucht, wobei die Frage beantwortet wird, ob und worin sich die Innovationsbedingungen in den ver- schiedenen Varianten des Kapitalismus systematisch unterscheiden. Kapitel 7 schließlich beschäftigt sich mit den Ergebnissen sowie den Konsequenzen, die aus den empirischen Erkenntnissen gezogen werden können. 1. Varianten des Kapitalismus – Stand der Forschung „Als die Briten im 18. Jahrhundert ihre eigene Version der neuen industrialisierten Gesellschaft schufen, wurde fälschlicherweise angenommen, dass diese das Modell der kapitalistischen Gesellschaft sei.“ (Andrew Shonfield, 1965: 71) Im folgenden Kapitel wird die bestehende Literatur zu den Varianten des Kapitalismus...

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