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Transkulturelle Identität und Übersetzungsmodelle skandinavischer Literatur

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Edited By Maria Krysztofiak

Dieser Sammelband erfasst ausgewählte Aspekte der literarisch konstruierten Identität und ihrer Umsetzung in narrative Weltbilder in den Werken skandinavischer Autoren. Dabei wird das Thema auf drei Ebenen erörtert, erstens im Rahmen der nationalen Denk- und Erzählmuster, zweitens im Bereich der skandinavischen, übernationalen Erzählung über gemeinsame Geschichte und Gegenwart sowie drittens im Hinblick auf die wirkungsästhetische Kommunikation der durch Übersetzungen skandinavischer Literaturen vermittelten Weltbilder und Kulturchiffren. Die Perspektive der Übersetzung der Literatur aus dem Norden hebt folgende Aspekte der Vermittlung skandinavischer Autoren hervor: die Notwendigkeit und die Art der Wiedergabe der charakteristischen Erzählweise, die auf die altnordische Narrativik zurückblickt, die Möglichkeit der Vermittlung eines durch den individuellen Kulturcode chiffrierten Gesamtkonzepts skandinavischer Literaturen sowie die wirkungsästhetische Bedeutung der Neuübersetzungen.

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Hans Christian Andersen als Grenzgänger – Identität undNationalität. Eine Skizze. Sven Hakon Rossel

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Hans Christian Andersen als Grenzgänger – Identität und Nationalität. Eine Skizze Sven Hakon Rossel In Dänemark geboren und zuhause – Mein Herkunftsort, der Anfang meiner Welt.1 Unter den skandinavischen Dichtern des 19. Jahrhunderts fällt es leicht, den rast- und ruhelosen dänischen Autor Hans Christian Andersen (1805-75) nicht nur als den häufigsten Reisenden unter ihnen, sondern auch als den Prototypen des Grenzgängers zu charakterisieren. Es gab kein europäisches Land, abgesehen von Finnland, Island, Polen und Russland, das Andersen nicht besuchte – ferner reiste er auch nach Marokko und in die Türkei und überlegte sogar, die Vereinigten Staaten zu besuchen – und dies geschah in einer Zeit, in der das Reisen mit der Postkutsche und dem Dampfschiff noch äußerst unbequem war und sogar gefährlich sein konnte. Erst ab 1840 konnte Andersen – mit Begeisterung – auch die weit schnellere Eisenbahn benutzen. Ständig war Andersen physisch, aber auch geistig unterwegs. Ständig überschritt er daher Grenzen – geographische und künstlerische –, und dieses Grenzgängertum ist bei weitem nicht örtlich gebunden und schon gar nicht an wenige sich ständig wiederfindende Orte. Vielmehr lässt sich sein Grenzgängertum sowohl auf den Reisen ins Ausland feststellen als auch, wenn er unzählige Male innerhalb Dänemarks unterwegs war, d.h. generell sein ganzes Leben hindurch. Dies bedeutet auch, dass sich die Frage nach Andersens Identität und Nationalität nicht nur dann stellt, wenn er geographische Grenzen überschritt, wenn er Kopenhagen, die Hauptstadt, wo er einen großen...

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