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Herodots Wege des Erzählens

Logos und Topos in den "Historien</I>

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Edited By Klaus Geus, Elizabeth Irwin and Thomas Poiss

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (5. Jh. v. Chr.) hat sich in den letzten Jahrzehnten aus einem Protohistoriker, der «zahllose Lügengeschichten» erzählt (so noch Ciceros Diktum), über einen geachteten, doch etwas naiven Vorläufer des Thukydides zu einem der wichtigsten antiken Autoren überhaupt entwickelt. Er genießt daher zu Recht die Aufmerksamkeit von Forschern aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Trotzdem sind viele Aspekte der Herodot-Forschung umstritten, und von einer verbindlichen Sichtweise über den pater historiae, den «Vater der Geschichtsschreibung», scheint man weiter entfernt als jemals zuvor. Dieser Sammelband bildet das weite Spektrum moderner Perspektiven auf Herodot ab, ohne sich einer einzigen Forschungstendenz als Dogma zu verschreiben.

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Anca Dan - Achaemenid World Representations in Herodotus’Histories: some geographic examples ofcultural translation

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83 Anca Dan Achaemenid World Representations in Herodotus’ Histories: some geographic examples of cultural translation* Zusammenfassung Dass im Werk des Herodot echte iranische Elemente vorhanden sind, ist eine be- kannte Tatsache und bedarf kaum eines weiteren Beweises. Aber Beobachtungen zu einigen geographischen Konzepten und Fehlkonzepten, die sich in griechischen und persischen Texten häufig finden, mögen dennoch zur Diskussion über die Hy- bridisierung und Polarisierung der beiden Kulturen beitragen. Nach einer kurzen Vorstellung der persischen formae orbis, wie sie in orientalischen Texten und auf Plastiken erscheinen, untersuchen wir Herodots Kataloge der Völker, die Dareios Tribut und Geschenke bringen bzw. in Xerxes´ Heer auftauchen. Unsere Absicht ist es zu zeigen, dass einige ‘Irrtümer’ entweder aus orientalischen Quellen stam- men oder von dem griechischen Wunsch ausgehen, in einen ansonsten unverständ- lichen Sinnzusammenhang Sinn zu bringen. Zuletzt widmen wir uns einigen Raum- darstellungen, die Griechen und Perser gemeinsam haben: wir beschreiben sie als mentale Kontrukte eines Kontaktraumes, die einen Kulturtransfer begünstigten. Abstract The presence of genuine Iranian elements in Herodotus is a well-established thesis, which hardly requires further demonstration. But observations on geographical conceptions and misconceptions common to Greek and Achaemenid documents can still feed the discussion of the hybridization and polarization of the two cultu- res. After a short characterization of the Persian formae orbis, as they appear from ro- yal texts and plastic representations, I discuss Herodotus’ catalogues of peoples who pay tribute and gifts to Darius and take part in Xerxes’ army. The aim is...

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