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Zur (Re)kontextualisierung des Afrikabildes in der deutschsprachigen Literatur

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Komi Edinam Akpemado

Über den afrikanischen Kontinent wurde in den europäischen Literaturen von der Epoche der europäischen Expansionen bis zur Gegenwart viel berichtet und geschrieben. Das dargestellte Bild ist meist mit Klischees und Stereotypen behaftet. In der deutschsprachigen Literatur findet Afrika Erwähnung, wenn über Krisen und Exotik gesprochen wird. Selten wird jedoch das präsentierte Bild unter die Lupe genommen und hinterfragt. Die Arbeit versucht daher anhand von Texten aus der fiktionalen und nichtfiktionalen Literatur, den Kontinent als Konstrukt im Spiegel deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart zu analysieren. Der Untersuchung liegt eine interkulturelle Hermeneutik zugrunde und das dargestellte Bild wird in den historischen Kontext eingeordnet.

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IV. Zum Bild Afrikas in den ausgewählten Werken

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Dieser Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Darstellung Afrikas in der deutschsprachigen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Er wird sich kri- tisch mit den Fragen auseinandersetzen, welches Bild des afrikanischen Konti- nents in den ausgewählten Werken präsentiert und wie es diskutiert wird. Das Korpus der Analyse besteht aus drei unterschiedlichen literarischen Genres: aus autobiografischen Darstellungen, journalistischen Reportagen und Comics. Im Rahmen der Untersuchung findet die Unterscheidung auf zwei Ebenen statt. Unter- schieden wird zum einen zwischen den bereits erwähnten drei literarischen Genres und zum anderen zwischen faktualer und fiktiver Literatur. Die Untersuchung besteht in der systematischen Interpretation einzelner Werke, um deren Blicklen- kungen zu analysieren, die die deutsche (bzw. europäische) Konstruktion Afrikas geprägt haben und immer noch prägen. 1. Das Bild Afrikas in Tim im Kongo Bei dem Comic-Band „Tim im Kongo“ handelt es sich um die zweite Episode des Abenteuers von „Tim und Struppi“ (aus dem Französischen, „Les aventures de Tintin“) von einem der bekanntesten europäischen Comic-Autoren, dem Belgier Hergé. 1.1 Zur Person Hergés und zu seinem Werk Der Pseudonym „Hergé“ setzt sich mit den Initialen der tatsächlichen Namen des Autors zusammen. Die ausgesprochenen französischen Buchstaben „R und G“, die für Rémi Georges stehen. Geboren wurde er in Belgien im Jahre 1907. Er arbeitete ab 1923 als Comics-Zeichner bei der belgischen Zeitung „Le XXè Siècle“ (zu Deutsch, das XX. Jahrhundert) und veröffentlichte 1929 in der Reihe der Kinderrubrik f...

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