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Elektromobilität: Soziologische Perspektiven einer automobilen (R)Evolution

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Thomas Meyer

Der automobile (R)Evolutionsprozess Elektromobilität führt bereits heute in weiten Teilen der Automobilindustrie zu enormen Innovationsanstrengungen und zu zahlreichen inner- und außerbetrieblichen Reorganisationsprozessen. Der Autor untersucht am Beispiel eines großen deutschen Automobilherstellers anhand zahlreicher Experteninterviews, welche sozialen, industriellen und organisationalen Wandlungsprozesse stattfinden. Es zeigt sich, dass die Elektromobilität zu deutlichen Veränderungen bei der Qualifizierung von Mitarbeitern, bei der Integration von externen Akteuren sowie in der Arbeitsorganisation von Automobilherstellern führt.

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6 Elektromobilität: welche Konsequenzen folgen für Automobilhersteller?

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Eine industrie- und organisationssoziologische Perspektive auf den automobilen (R)Evolutionsprozess Elektromobilität ist von besonderem Interesse, da sie Ana- lysewerkzeuge und Erklärungsmuster bietet, die es ermöglichen, folgenden Fra- gen nachzugehen: Welche Anpassungen entstehen durch neue technische Risi- ken für die Mitarbeiterqualifizierung in der Automobilindustrie? Welche Verän- derungen werden durch die Elektromobilität zwischen einzelnen Organisationen, d.h. zwischen OEM und externen Akteuren, erzeugt? Welche Wandlungsprozes- se werden in der automobilen Arbeitsorganisation durch die Elektromobilität forciert? Das Kapitel 6.1. widmet sich zunächst der Darstellung des konkreten wis- senschaftlichen Auswertungs- und Interpretationsvorgangs202, bevor in den da- rauffolgenden Kapiteln die drei Untersuchungsdimensionen „Qualifizierung der Mitarbeiter“ (6.2.), „Integration von Engineering-Dienstleistern und Zuliefe- rern“ (6.3.) und „Veränderungen in der Arbeitsorganisation“ (6.4.) inhaltlich gefüllt werden. 6.1 Gang der empirischen Untersuchung Während der Durchführung von explorativen Interviews zeigte sich, dass insbe- sondere die drei o.g. Themenkomplexe von allen Interviewpartnern immer wie- der angesprochen wurden. Sie sind daher – trotz der unterschiedlichen Aufga- bengebiete der Befragten – von herausgehobener Bedeutung für die gesamte Au- tomobilindustrie. Diese drei Untersuchungsdimensionen bildeten dann die Grundlage für (weitere) Experteninterviews und damit für die Herausbildung weiterer Subdimensionen. Die Interviews der zweiten Phase waren überwiegend von einer hohen Kon- struktivität und Aussagebereitschaft der Interviewten gekennzeichnet. Dies lag zu weiten Teilen an dem Verzicht auf ein Tonbandgerät, das in den sensiblen technologischen und unternehmensstrategischen Fachbereichen der AUDI AG zu einer Zurückhaltung von wichtigen Informationen geführt hätte. Die Anferti- gung eines...

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