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Musiktherapie und Säuglingsforschung

Zusammenspiel. Einschätzung der Beziehungsqualität am Beispiel des instrumentalen Ausdrucks eines autistischen Kindes

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Karin Schumacher and Karin Schumacher

Diese Arbeit ist ein Beitrag praxisrelevanter Forschung und schafft neben dem neu entwickelten Evaluierungsinstrument «EBQ» (zur Einschätzung der Beziehungs qualität) die theoretische Grundlage für eine entwicklungspsychologisch orientierte Musiktherapie. Das Selbstentwicklungskonzept des Säuglingsforschers Daniel N. Stern veranschaulicht die Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungsfähigkeit im ersten Lebensjahr. Autismus als tiefgreifendste Beziehungsstörung wird aus dieser Sicht betrachtet. Durch praktische Beispiele werden sowohl die Empfindungen des Therapeuten als auch das methodische Vorgehen erläutert. Der instrumentale Ausdruck eines autistischen Kindes wird mit Hilfe des Evaluierungsinstrumentes «EBQ» analysiert. Zwei Lehrfilme, die bei der Autorin erhältlich sind, veranschaulichen diese Arbeit. Fragen zur Videographie von Therapien werden ausführlich behandelt. Notation und Transkription der Improvisationen, die ein Musiker vornahm, zeigen, wie sich Beziehungsqualität abbildet.

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Wie Domes ( 1994, S. 2 1 1) schon kritisch bemerkte, erhellen videographierte Interaktionsstudien das Wie, aber nicht das Warum. Die Phantasien, Gedanken und Gefühle, die eine Interaktion ausmachen, müssen miterfaßt werden, um der Komplexität zwischenmenschlichen Beziehungsgeschehens gerecht zu werden. Dies ist der Grund, weshalb auch in dieser Arbeit die Analyse der Videographie durch eigene Empfindungen und die Beschreibung von Gegenübertragungsphä­ nomenen ergänzt wurden. Die musikalische Transkription und Bemerkungen eines außenstehenden "Dritten", eines Musikers, ist ein weiterer Versuch, das Geschehen nachvollziehbar zu machen. In dieser Arbeit wurde die Beziehungs­ fahigkeit des Menschen am Beispiel des Umgangs mit Musikinstrumenten und des instrumentalen Ausdrucks untersucht. Inhalt weiterer Forschungstätigkeit wird sein, auch den körperlich-emotionalen und vokalen Ausdruck näher zu analysieren. Diagnostische Erkenntnisse bezüglich der Kontakt- und Bezie­ hungsstörung des Menschen sowie methodische Hinweise gerade fiir die mu­ siktherapeutische Arbeit mit (noch) nicht auf Instrumenten spielenden Patienten könnten das Ergebnis dieser weiteren Untersuchungen sein.

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