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Das Konzept Deutschheit

Studien über Eduard Spranger

Klaus Himmelstein

Die zehn Studien des Buches über den Philosophen und Pädagogen Eduard Spranger (1882-1963) vermitteln das politische Porträt eines konservativen Intellektuellen. Spranger beteiligte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in wechselnden Herrschaftsverhältnissen, intensiv an der ideologischen Auseinandersetzung um die nationale und kulturelle Identität. In der Einheit des Deutschseins – unter Ausschluss alles Nichtdeutschen, besonders des Jüdischen – wollte Spranger die Gegensätze in der deutschen Gesellschaft und die wachsende Komplexität des modernen Lebens imaginär aufheben. Das Ideal der «Deutschheit» sollte Individualität und Staatlichkeit versöhnen. Spranger fasste diese Vorstellung in die Formel: Durchseelung des Staates und Durchstaatlichung der Seele.

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10 „Eine Epoche schrecklicher Verirrungen“. Auf den Trümmern von 1945

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272 Quellen B 4ff. Berichte Sprangers über seine Tätigkeit in Japan an das Auswärtige Amt in Berlin. Bundesarchiv Koblenz, Nachlass Eduard Spranger, N 1182 BN Bibliographie Eduard Spranger, bearbeitet von Theodor Neu. Tübingen 1958 E 12a Spranger, Eduard: Was heißt Geistesgeschichte? In: Die Erziehung 12 (1937a), S. 289-302 E 12b Spranger, Eduard: Kulturmorphologische Betrachtungen. In: Die Erzie- hung 12 (1937b), S. 481-497 E 16 Spranger, Eduard: Kulturprobleme im gegenwärtigen Japan und Deutschland. In: Die Erziehung 16 (1941), S. 121-132 EH Erinnerungen an die Gedenktage für Jiro Harada, den verstorbenen Gründer der Stiftung „Harada-Sekinzai“. (Tokyo) 1937 ES Briefe Eduard Sprangers an Käthe Hadlich GS Eduard Spranger. Gesammelte Schriften, Bandzahl N Spranger, E.: Japanische Kulturfragen. In: Nippon 4 (1938), S. 1-22 OM1 Osaka Mainichi v. 21.01.1937. Bundesarchiv Koblenz, Nachlass Eduard Spranger, N 1182 OM2 Osaka Mainichi v. 26.01.1937 bis 29.01.1937. Bundesarchiv Koblenz, Nachlass Eduard Spranger, N 1182 TJ Spranger, Eduard: Tagebuch der Japanreise (1936/37). Spranger-Archiv Braunschweig 273 10 „Eine Epoche schrecklicher Verirrungen“ Auf den Trümmern von 1945 Am 31. Januar 1945, vor dem Ende des Wintersemesters, war Eduard Spranger, Professor für Philosophie und Pädagogik an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, gezwungen, seine Tätigkeit, soweit sie, wie er selbst bekundete, „auf dem Katheder lag”, einzustellen, weil „auch das letzte Auditorium ein Opfer der Bomben” geworden war. Die Sitzungen der Preußischen Akademie der Wissen- schaften, deren Mitglied Spranger seit 1925 war und an deren Arbeit er intensiv teilnahm, fanden seit l...

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