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Kritik des Schuldbegriffs im Jugendstrafrecht

Eine metadogmatische Begründung des Schuldfähigkeits- und Verbotsirrtumsbegriffs

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Gustavo Chan Mora

Die Arbeit stellt umfassend die Grundlagen legitimen Jugendstrafrechts dar. Der Autor klärt dabei jene interdisziplinären Fragen, die beantwortet werden müssen, wenn Jugendliche legitim für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden sollen. Ergebnis ist ein Anforderungsprofil an einen erkenntnistheoretisch, ethisch und verfassungsrechtlich begründeten, interdisziplinären Begriff der jugendspezifischen Schuld (im Sinne von Strafbegründungsschuld). Der Autor rekonstruiert zunächst bezogen auf Costa Rica und Deutschland die gegenwärtigen Grundlagen des jugendstrafrechtlichen Strafbegründungsschuldbegriffs, also die Begriffe der Schuldfähigkeit und des Verbotsirrtums. Im Hauptteil der Arbeit wird die Notwendigkeit einer metadogmatischen Begründung eines spezifisch jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeits- und Verbotsirrtumsbegriffs dargelegt, und die Bausteine dafür zur Verfügung gestellt.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ...........................................................................................................23 Teil 1. Gegenwärtige Grundlagen des jugendstrafrechtlichen Strafbegründungsschuldbegriffs in Deutschland und Costa Rica ..........................................................25 Kapitel 1. Darstellung und Kritik des in Deutschland und Costa Rica herrschenden jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeitsbegriffs .............................................................27 §1. Geschichtliche Entwicklung des Begriffs der jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeit in Deutschland .....................27 1. Regelung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit Jugendlicher durch allgemein geltende Gesetze .......................................28 2. Regelung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit Jugendlicher durch spezielle Gesetze .......................................................29 §2. Bedeutung(en) und Gebrauch der Begriffe von „geistiger Reife“ und „sittlicher Reife“ ................................................32 1. Die idealistische Bedeutung des Begriffes der „geistigen“ und sittlichen Reife ................................................................32 2. Der Begriff der Reife als „gesellschaftliche Konvention“ .......................35 3. Der Reifebegriff aus gerichtspsychiatrischer Sicht ..................................36 §3. Die entwicklungspsychologische Bedeutung von Reife und ihre Einführung in den Schuldfähigkeitsbegriff des deutschen Jugendstrafrechts ...........................................................42 1. Bedeutung des Reifebegriffs im entwicklungspsychologischen Ansatz ..43 1.1. Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget ...........................................44 1.2 Die sittliche Entwicklung nach Lawrence Kohlberg ................................46 2. Aufnahme des entwicklungspsychologischen Reifebegriffs in das materielle deutsche Jugendstrafrecht ............................................48 14 2.1 Über den Stellenwert des jugendstrafrechtlichen Begriffs der „Reife“ im rechtstechnischen Verbrechensbegriff ..............................49 2.2 Über die analytische Struktur des Begriffs der jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeit ..............................................51 3. Vorteile und Einschränkungen bei der Einführung eines entwicklungspsychologischen Reifebegriffs in den Begriff der jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeit ...................................................53 3.1. Vorteile bei der Einführung eines entwicklungspsychologischen Reifebegriffs in den Begriff der jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeit ....................................................54 3.2 Einschränkungen bei der Einführung eines entwicklungspsychologischen Reifebegriffs in den Begriff der jugendstrafrechtlichen Schuldfähigkeit ....................................................55 4. Eine wesentliche Lehrfrage: Ist der Einfluss der...

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