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Variation, Wandel, Wissen

Studien zum Hochdeutschen und Niederdeutschen

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Edited By Yvonne Hettler, Carolin Jürgens, Robert Langhanke and Christoph Purschke

Die Erforschung des Spektrums zwischen Dialekt und Standard, die Perzeptionslinguistik und die Analyse von Dialektsyntax sind Aufgaben einer Dialektologie, die sich als Regionalsprachenforschung versteht. In zwölf Beiträgen diskutieren Nachwuchswissenschaftler diese Fragestellungen aus der Perspektive neuerer variationslinguistischer Theorien. Die Themen reichen von der Namenkunde bis zur Perzeptionslinguistik und umfassen sowohl niederdeutsche als auch hochdeutsche Varietäten. Schwerpunkte liegen auf der Betrachtung sprachlicher Variation und Dynamik der phonologischen und morphologischen Ebene sowie von Methoden und Befunden sozio- und wahrnehmungsdialektologischer Untersuchungen. Beiträge zum altsächsischen Heliand und zur bairischen Namenkunde erweitern das Themenfeld.

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„Ende des Ossis“? Die Priming-Methode innerhalb sprachwissenschaftlicher Analysen (Nicole Palliwoda)

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„Ende des Ossis“? Die Priming-Methode innerhalb sprachwissenschaftlicher Analysen Nicole Palliwoda Abstract Die Äußerung Willy Brandts „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ 19891 führt zur Thematik meines Dissertationsvorhabens. Dabei soll untersucht werden, inwieweit das Kon- zept der Mauer in den Köpfen bei ost- und westdeutschen Bürgern vorhanden ist. Diese The- matik hat nach mehr als 20 Jahren Wiedervereinigung nicht an Aktualität in der Forschung verloren, wobei es sich bei den Auseinandersetzungen und Aufarbeitungen mehr und mehr um sozio-, kognitions- und wahrnehmungsdialektologische Untersuchungen handelt, die ver- suchen zu eruieren, was hinter den Konzepten Ossi, Wessi und die Mauer in den Köpfen steckt und welche Faktoren neben der Sprache diese aufbauen. Innerhalb meiner Arbeit, die sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgerichtet ist, werde ich autobiographisch-narrative Interviews analysieren sowie mit der Priming-Methode arbeiten. Dabei ist ein zentrales Ziel, zu eruieren, ob sich die Probanden durch Primes in der Sprachwahrnehmung beeinflussen lassen. Im folgenden Beitrag wird nach einem kurzen Einblick in den Forschungsstand sowie ins Forschungsdesign, die Ermittlung des Primes für die quantitative Methode analysiert und dokumentiert. Mittels dieser Ermittlung zeigen sich erste Schwierigkeiten und Probleme im Umgang mit und in der Anwendung von der hier verwendeten Primes. 1. Einführung in die Thematik Mit der Überschrift „Ende des Ossis“ leitete die Wochenzeitschrift DIE ZEIT im Zuge der Wahl des Bundespräsidenten 2012 einen Bericht über Angela Merkel und Joachim Gauck ein.2 Dennoch scheint die Zuschreibung Ossi nach nun mehr als 20 Jahren Wiedervereinigung immer noch produktiv...

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