Show Less

Kunst als Marke europäischer Identität

Series:

Edited By Michael Fischer

Wenn von Europa die Rede ist, kommt die Kunst und das kulturelle Erbe ins Spiel. Beide gelten als integratives Instrument neben den treibenden Motoren Politik und Wirtschaft. Im Hofmannsthalschen Sinne ist die Kunst ein Lebensmittel, das die Menschen für ein sinnerfülltes Dasein benötigen. Die dringenden existentiellen Fragen haben sich von Philosophie und Religion in Richtung Kunst verlagert. Sie ist das große Experimentierfeld für mögliche Antworten. Der Band enthält neben prinzipiellen Überlegungen zur Kunst ein breites Spektrum von Fallstudien, die alle im Zusammenhang mit der Kunst als Marke europäischer Identität stehen. Etliche Beiträge verbindet die These, dass gerade die Bühnenkünste ein Medium des europäischen Aufklärungsprozesses sind.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract

Wenn von Europa die Rede ist, kommt die Kunst und das kulturelle Erbe ins Spiel. Beide gelten als integratives Instrument neben den treibenden Motoren Politik und Wirtschaft. Trotz regionaler Unterschiede sollen eine kulturelle Bil- dung sowie ein gemeinsames Erbe verbindlich sein. Durch kunstkulturelle Ex- zellenz und Exklusivität kann Europa diese Zukunftsaufgabe im weltweiten Ver- gleich nur bewältigen, wenn Interesse, Kenntnis und Kreativität ein Raum gege- ben wird, sich zu entwickeln. Im Hofmannsthalschen Sinne ist die Kunst ein „Lebensmittel“, das die Menschen für ein sinnerfülltes Dasein benötigen. Die dringenden existentiellen Fragen haben sich von Philosophie und Religion in Richtung Kunst verlagert. Sie ist das große Experimentierfeld für mögliche Ant- worten. Der vorliegende Band enthält neben prinzipiellen Überlegungen zur Kunst ein breites Spektrum von Fallstudien, die alle im Zusammenhang mit der Kunst als Marke europäischer Identität stehen. Etliche Beiträge verbindet die These, dass gerade die Bühnenkünste ein Medium des europäischen Aufklärungsprozesses sind. Michael Fischer zeichnet die Denkfiguren von der Rolle des Dionysos über die Erfindung der Oper bis ins 20. Jahrhundert. Dieter Borchmeyer – Mozart- und Wagnerexperte – interpretiert Eros und Thanatos als zentralen Plot der Opern, und die Theaterwissenschafterin Ingrid Hentschel sieht im Theater das anthropologische Medium schlechthin sowie ein Laboratorium von Versuchsan- ordnungen existentieller und gesellschaftlicher Situationen. Der Vorstand der Wiener Philharmoniker, Clemens Hellsberg, beschreibt auf- grund seiner langjährigen praktischen Erfahrung die Verzauberung und das Risi- ko, das der Orchestergraben birgt. Bazon Brock – Monument...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.