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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Wie Regionalgeschichte auch Hansegeschichte werdenkann – Überlegungen zur Grafschaft Holstein und ihrer Städte im Mittelalter: Von Stefan Inderwies

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Wie Regionalgeschichte auch Hansegeschichte werden kann – Überlegungen zur Grafschaft Holstein und ihrer Städte im Mittelalter Von Stefan Inderwies Einleitende Bemerkungen Im Mittelpunkt der hier angestellten Überlegungen steht zum einen die Grafschaft Holstein und Stormarn, welche im Zuge der von Helmold von Bosau beschriebenen Ostsiedlung 1143 um den Gau Wagrien, das heutige Ostholstein, erweitert wurde.1 Zum anderen sollen die hierin befindlichen, mehrheitlich gräflich initiierten Städte im Fokus stehen. Wie kaum ein anderes Untersuchungsgebiet des alten Reiches erfüllt der be- schriebene Raum – die Grafschaft Holstein und Stormarn unter besonderer Berück- sichtigung der Städte – für die Fragestellung der Greifswalder Winterschool ideale Rahmenbedingungen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Grafschaft in mehrerlei Hinsicht von der Hanse beeinflusst wurde. Aufgrund der Tatsache, dass mit Lübeck und Hamburg zwei bedeutende Hansestädte die Grafschaft in gewisser Hinsicht im Süden und Osten ‚einklammern‘, ist anzunehmen, dass die gesamte Region bzw. die Regionalmärkte Holsteins mehr oder minder von der Hanse geprägt, vielleicht sogar teilweise abhängig waren. Die Grafschaft Holstein ist somit durchaus als Teil der Hansegeschichte zu werten, gleichzeitig aber auch durch die regionale Verankerung bzw. die Abhängigkeit der kleineren Städte und ihrer Märkte von den regionalen ‚Bedürfnissen‘ sehr von ihrem Umland geprägt. Neben wirtschaftlichen Aspekten verdienen zudem die politischen Rahmen- bedingungen in Holstein besondere Aufmerksamkeit, da die Grafen von Holstein zeitweilig als Gegner der Hanse auftraten. Eine Fokussierung auf die Städte ist durch den bereits angesprochenen wirtschaftlichen Aspekt...

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