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Konstruktionsgrammatik in den romanischen Sprachen

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Edited By Sabine De Knop, Fabio Mollica and Julia Kuhn

Trotz der allgemeinen Akzeptanz der Konstruktionsgrammatik für die Beschreibung sprachlicher Phänomene im englischen und deutschen Sprachraum hat das Modell der Konstruktionsgrammatik bislang wenig Interesse in der Romanistik gefunden. Dieser Band bietet zwölf konkrete Untersuchungen zu Konstruktionen unterschiedlicher Komplexitätsgrade aus der Morphologie, der Syntax und der Textlinguistik und zwar für die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, und Katalanisch, sowie für Latein, und zeigt dabei den Nutzen konstruktionsgrammatischer Beschreibungsansätze auf.

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Die Konstruktionsgrammatik für die Beschreibung romanischer Sprachen

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Sabine De Knop/Fabio Mollica 1. Einführung Der Begriff der „Konstruktionsgrammatik" (Englisch „Construction Grammar" [im Folgenden als CxG abgekürzt]) umfasst eine Familie grammatischer Theorien, die von sogenannten „Konstruktionen" als Basiseinheiten der Grammatik aus­ gehen. Vor allem im angelsächsischen Sprachraum hat sich die Konstruktions­ grammatik in den letzten zwei Jahrzehnten insbesondere mit den Publikationen von Fillmore et al. (1988), Croft (2001), Goldberg (1995, 2006) und Tomasello (2003) parallel zur Kognitiven Grammatik Langackers (1987, 1991) entwickelt. Im deutschen Sprachraum haben die in deutscher Sprache verfassten Publikationen von Fischer/Stefanowitsch (2007) und Stefanowitsch/Fischer (2008) für eine gewisse Verbreitung dieser Familientheorie gesorgt. In den letzten Jahren sind weitere wissenschaftliche Abhandlungen dazugekommen, die von einem wachsenden Interesse für konstruktionsgrammatische Ansätze zeugen. Man den­ ke etwa an die Sammelbände von Lasch/Ziem (2011 und zu erscheinen 2013) oder an die Monographie von Ziem/Lasch (2013). Trotz der allgemeinen Akzeptanz und der Erkenntnisse über den Nutzen der CxG für die Beschreibung linguistischer Phänomene in der angelsächsischen und deutschsprachigen Literatur hat das Modell der CxG bislang wenig Interesse bei der Beschreibung romanischer Sprachen gefunden, wie von Bouveret/Legallois (2012: 2) für Französisch festgestellt wird: „French linguistics has been indifferent to Construction Grammar's major contributions". Einige Ausnahmen für Franzö­ sisch bilden die allgemeinen Einführungen von Frangois (2008) und Legallois/ François (2006). Weiter zu erwähnen ist Mathieus Artikel (2003), von dem Bouve- 10 Sabine De Knop / Fabio Mollica ret/Legallois (2012: 2) behaupten, dass dies der erste Beitrag sei,...

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