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Führungskräfte-Feedback von Menschen mit Down-Syndrom

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Sabine Pannik

Sind Menschen mit Down-Syndrom geeignet, Führungskräften zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und zum Erkennen eventueller Veränderungen des Führungsstils gutes Feedback zu geben? Diese zentrale Forschungsfrage wurde vor dem Hintergrund der verbesserten Eingliederung von Menschen mit Down-Syndrom in den Arbeitsmarkt, basierend auf ihren speziellen Fähigkeiten, untersucht. Die aus den Untersuchungen erlangten Ergebnisse bilden eine mögliche Basis zum Aufbau eines Führungskräfte-Feedback-Trainings mit Partnern mit Down-Syndrom. Damit wird die Selbstakzeptanz dieser Gruppe gesteigert und für die Führungskräfte besteht die Chance durch offene, authentische Rückmeldungen sich selbst und ihren Führungsstil weiter zu entwickeln und zu reflektieren. In weiterer Folge ist eine eventuelle «generelle Öffnung» der Unternehmen denkbar.

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3 Führung

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In unserer Gesellschaft ist Führung ein Grundbaustein der menschlichen Ent­ wicklung. Bereits die alten griechischen Denker (z. B. Platon 427 – 347 v. Chr.) haben führungstheoretische Überlegungen angestellt. Dies zieht sich weiter zu Machiavelli im 16. Jh. bis in unsere Gegenwart. Die Fragen der Führung sind in jedem sozialen System, in jeder Gemein­ schaft von Bedeutung – es beginnt in der Familie und zieht sich zu Organisatio­ nen aller Art (Unternehmen, Staaten …)32 3.1 Definition – Führung Eine Definition von Führung lautet: Führung wird verstanden als wert­, ziel­ und ergebnisorientierte, aktivierende und wechselseitige, soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufga­ ben in und mit einer strukturierten Arbeitssituation. Mitarbeiterführung gestaltet die Einflussbeziehungen in führungsorgani­ satorischen differenzierten Rollen im Rahmen von Arbeitsverträgen. 33 Es wird im Allgemeinen ein sozialer Beeinflussungsprozess unter dem Begriff Führung verstanden, der voraussetzt, dass es Führende und Geführte gibt, wo­ bei die Führenden die Geführten zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben und Erreichung gemeinsamer Ziele veranlassen. Diese Personenkreise stehen in Organisationen in einer hierarchischen Über­ bzw. Unterordnung zueinander. Damit die Ziele erreicht werden können, sollen / müssen die Geführten sozial beeinflusst werden. Hier gibt es wieder verschiedene Sichtweisen zum Thema Führung: 1. „Führung gibt es, weil Menschen geführt werden wollen“ – hier geht man davon aus, dass die meisten Geführten unmündig sind und eine starke Führung benötigen. 2. „Führung gibt es, weil Menschen geführt werden müssen...

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