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Internetpredigten

Zur Sprache der Predigt in der globalisierten Welt

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Edited By Ulrich Nembach

Die globalisierte Welt entwickelte ihre eigene Sprache. Wie können Predigerinnen und Prediger in dieser Sprache predigen? Luther entwickelte für seine Zeit eine neue Sprache, das «Frühneuhochdeutsche». Wie predigen wir im 21. Jahrhundert angesichts der zahlreichen Sprachen, wenn es schon schwer geworden ist, die Menschen in ihrer Muttersprache zu erreichen? Das Internet als eine Erfindung der globalisierten Welt kann helfen, Menschen vom Norden Finnlands bis in den Süden Neuseelands, vom Süden Argentiniens bis in den Norden Kanadas anzusprechen. Aber wie macht man das? Die einzelnen Beiräge dieses Bandes und insbesondere das Buch in seiner Gesamtheit zeigen Wege dazu auf, wie neue Zugänge zu Menschen gefunden werden können.

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Tom Kleffmann: Wie kommt Gott zur Sprache der Gegenwart? Systematisch-theologische Überlegungen zur Krise der Predigt

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91 Wie kommt Gott zur Sprache der Gegenwart? Systematisch-theologische Überlegungen zur Krise der Predigt148 Tom Kleffmann Zusammenfassung Die Krise der Predigt ist eine Krise der Kirche. Sie besteht darin, dass die Predigt entweder nicht allgemein verständlich ist, wenn sie die Sprache der biblischen Tra- dition spricht, oder aber belanglos, weil sie mit der Sprache der biblischen Tradition auch das Evangelium selbst aufgibt. Es mangelt an einer sprachprägenden Übertra- gung des Evangeliums in die Gegenwart. Dieser Mangel ist darin begründet, dass der naturwissenschaftlich technische Verstand die Sprache der Gegenwart bestimmt. Weil er die Gegenwart Gottes nicht verstehen kann, grenzt er die überlieferten Be- griffe dieser Gegenwart aus dem allgemeinen Gespräch aus. Dagegen ist die Grund- tatsache des christlichen Glaubens zu reflektieren, dass Gott zur Sprache des Men- schen gekommen ist. Daraus ergeben sich folgende Maximen: 1. Zwar ist es sinnlos, auf Fragen zu antworten, die niemand stellt. Doch ist immer wieder in der Sprache der Hörer die Frage kritisch freizulegen, auf die das Evangelium antwortet: Die Fra- ge nach dem Gegenüber in allen Dingen, nach dem Sinn, nach wahrer Gegenwart, nach Ewigkeit. Das schließt die Aufgabe ein, die Grenze des Verstandes aufzuwei- sen. 2. Alles in der Predigt ist auf das menschliche Fürsichsein als den Grund der Frage zu beziehen: Auf unsere Einsamkeit, unsere Angst, unseren Tod, unsere Lüge. Denn dass Gott zur Sprache gekommen ist, besagt, dass er in unserer Einsamkeit, in unserer Angst, in unserem Tod Mensch geworden ist. 3....

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