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Orte politischer Bildung im Netz

Politischer Kinder-Online-Sachtext als Hypertextsorte

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Carolin Hagl

Aus der Bandbreite informativer Texte im Netz, die dort Orte politischer Bildung bilden, arbeitet die Autorin die Hypertextsorte Politischer Kinder-Online-Sachtext heraus. Anhand der Texte von vier Kinderwebsites zum institutionellen System Deutschlands werden mithilfe der Analyseverfahren der kommunikationsorientierten Textlinguistik die Merkmale dieser Hypertextsorte beschrieben, wobei auch auf spezifische Eigenschaften der Hypertexte eingegangen wird. Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie in Onlineangeboten vorgegangen wird, um Kindern politisches Grundlagenwissen zu vermitteln. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können für die Praxis der onlinebasierten Politikvermittlung nutzbar gemacht werden sowie die Programmierung von Internet-Suchmaschinen optimieren.

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E: Schlussfolgerungen

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19 Der Erklärstil für Kinder Nachdem die verschiedenen Textdimensionen der Hypertextsorte Politischer Kinder-Online-Sachtext beschrieben sowie ihre Merkmale herausgearbeitet wurden und auch die Strategie der Wissensvermittlung beleuchtet wurde, die diesen Informationstexten zugrunde liegt, kann der Blick über die vorliegen- den Korpustexte hinaus ausgeweitet werden. So können die sprachlichen Mittel zur Herstellung von Nähe und zur Reduktion der Informationsfülle themenunspezifisch auf Kinder-Online- Sachtexte bezogen werden und demzufolge als typische Merkmale für solche Texte gelten, mit denen sich Kinder Wissen über Zustände oder Ereignisse aus der Realität aneignen sollen; egal, ob es sich dabei um Politik oder Geschichte, Religion, Naturwissenschaft oder Technik handelt. Auch das Medium ist als Einflussfaktor vernachlässigbar. Dies bestätigen Untersuchungen der sprachli- chen Gestaltung anderer kinderspezifischer Informations- bzw. Erklärformate. Bei der Fernsehsendung »Löwenzahn« wird etwa eine »situative, offene, ellip- tische Sprache, die eher weniger als zuviele [sic!] Informationen gibt«1, konsta- tiert und in den Erklärstücken der Fernsehsendung »logo!« wird der Einschub von Umgangssprachlichem oder Jugendsprachlichem als Mittel gewertet, um die Texte »kindgemäß zu erleichtern«2. Die Kommentare der Sachgeschichten in der TV-Wissenssendung für Kinder »Die Sendung mit der Maus« sind »an gesprochener Sprache angelehnt«3. Verständlichkeit der Sachgeschichten soll erreicht werden, »indem man schon Fachbegriffe, Spezialbegriffe bringt, denn ein ›Schredder‹ ist ein ›Schredder‹, auch wenn das Wort nicht sehr bekannt ist, aber es wird dann erklärt und zwar passend zum Bild«4. 1 Erlinger, Hans Dieter/Kalupke, Manuela (1995): Dokumentarische Formen im Fernsehen...

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